Klima-Wasser-Kooperation zur Anpassung des Trinkwassergewinnungsgebietes Ahlde an den Klimawandel

 

„KlimaWasserKooperation Ahlde – KliWaKo“ - unter diesem Titel startete der Landkreis Emsland am 01. Juli 2019 mit Fördermitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit aus dem Programm „Anpassung an den Klimawandel“ der Deutschen Anpassungsstrategie (DAS) ein dreijähriges Forschungsprojekt. Dabei ist Kernziel die Bildung einer neuen Kooperation zwischen den unterschiedlichen Akteursgruppen Wasserversorgung, Landwirtschaft, Gewässerunterhaltung und Naturschutz/Gewässerqualität, die gemeinsam ein klimaangepasstes Wassermanagement entwickeln sollen, das Grundlage für eine spätere Umsetzung sein soll.


  • Projektträger: Zukunft-Umwelt-Gesellschaft (ZUG) gGmbH, Berlin

 

  • Förderkennzeichen: 03DAS175

 

  • Projektlaufzeit: 01.07.2019 - 30.06.2022

 

  • Zuwendungsempfänger: Landkreis Emsland

 

  • Förderschwerpunkt: Kommunale Leuchtturmvorhaben sowie Aufbau von lokalen und regionalen Kooperationen (Förderschwerpunkt 3)

 

  • Kooperationspartner: 
    • Trink- und Abwasserverband Bad Bentheim, Schüttorf, Salzbergen und Emsbüren (TAV)
    • Unterhaltungsverband Nr. 114 „Vechteverband“
    • Vereinigung des Emsländischen Landvolkes
    • Landwirtschaftskammer Niedersachsen
    • Gemeinde Emsbüren

 

  • Projektbeschreibung:

    Innerhalb der „Klima-Wasser-Kooperation Ahlde" soll im Einzugsgebiet der Trinkwassergewinnung Emsbüren-Ahlde (südliches Emsland) ein von Wasserversorgung, Landwirtschaft, Kommune, Bürgern und Fachbehörden gemeinsam getragenes Wassermanagement entwickelt werden. Hintergrund sind steigende Wasserbedarfe bei einer Klima bedingt erwarteten ungünstigeren Verteilung der Niederschläge über das Jahr.

    Es soll ein Ideologiewechsel von der Wasserableitung hin zu einer Wasserrückhaltung in der Fläche erfolgen, um die zukünftigen Anforderungen an den Gesamtwasserhaushalt erfüllen zu können. Für das Projekt wird eine projektbegleitende Arbeitsgruppe (PAG) mit Vertretern der o.g. raumprägenden Akteure konstituiert. In der PAG soll zunächst ein gemeinsames Systemverständnis für die relevanten natürlichen Prozesse des Wasserhaushaltes und Wasserkreislaufes geschaffen werden. Dies geschieht durch Kurzvorträge und eine anschließende Diskussion, in der die dargestellten Zusammenhänge auf das Einzugsgebiet übertragen werden. Danach erarbeitet die PAG bis zu drei Maßnahmenpakete. Die Maßnahmen werden mit Hilfe eines instationären Grundwasserströmungsmodells bzgl. Effizienz und Realisierbarkeit untersucht und bewertet. Das Grundwassermodell ist mit einem Modell der Oberflächengewässer gekoppelt. Die Ergebnisse der modellgestützten Untersuchung werden auf einem Ergebnisworkshop der Öffentlichkeit vorgestellt. Daraufhin wählt die PAG ein Maßnahmenpaket aus, welches innerhalb eines Feldversuches näher untersucht wird. Um das Systemverständnis weiter zu verbessern und das Ergebnis „erlebbar" zu machen, werden die gemessenen Pegelwasserstände und Grundwasserstände auf einer Internet-Plattform allen Beteiligten als „Gläsernes Einzugsgebiet" in Echtzeit zur Verfügung gestellt. Das erprobte Vorgehen soll auf andere Einzugsgebiete in der näheren Umgebung übertragen werden und zu diesem Zweck die Kooperation auch nach Projektende weiter geführt werden.

 

  • Projektgebiet: 

 

 

Projektgebiet KliWaKo


Kontakt:

Michael Reiners
Landkreis Emsland, Fachbereich Umwelt
Projektleiter
Telefon: 05931 44-1545
E-Mail: michael.reiners@emsland.de

 

Kirstin Meyer
Landkreis Emsland, Fachbereich Umwelt
Fachbereichsleiterin
Telefon: 05931 44-1540
E-Mail: kirstin.meyer@emsland.de


Weitere Informationen erhalten Sie auch unter folgenden Links:

 


Hier finden Sie bei Interesse weiterführende Unterlagen zum Projekt: