Unfallursachen und Maßnahmen

 

Im Landkreis Emsland ist es im Jahr 2015 insgesamt zu 7.166 Verkehrsunfällen gekommen. Dabei wurden 23 Personen tödlich verletzt, 301 Personen verletzten sich schwer und 1.489 Personen trugen leichte Verletzungen davon. Die Hauptunfallursachen für die schweren Verkehrsunfälle im Bereich der Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim und damit auch im Bereich des Landkreises Emsland waren unangepasste Geschwindigkeit, Vorfahrtsmissachtungen, Unaufmerksamkeit (z.B. durch Handy verursachte Ablenkung) sowie Teilnahme am Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss. Bei näherer Analyse der Unfallursachen bleibt es dabei, dass eine der Hauptursachen die zu hohe Geschwindigkeit darstellt. Die Folgen dieser Unfälle sind leider regelmäßig sehr schwerwiegend.

 

Der Landkreis Emsland nimmt daher als einer von sechs Landkreisen in Niedersachsen an einem auf drei Jahre angelegten Modellversuch des Landes Niedersachsen teil, mit dem Ziel, die Zahl der Baumunfälle deutlich zu reduzieren. Die Umsetzung des dazu vom Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr und des Niedersächsischen Ministeriums für Inneres und Sport gemeinsam auf den Weg gebrachten Erlasses wurde Anfang 2015 abgeschlossen.

 

Hierzu wurde im Zuge von Kreisstraßen die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf insgesamt rd. 38 Kilometern und im Zuge von Landesstraßen auf rd. 61 Kilometern auf 70 bzw. 80 km/h beschränkt. Die Einhaltung der Geschwindigkeitsbeschränkungen wird entsprechend des Erlasses überwacht. Zudem wurden Plakate mit der Aufschrift „Bäume springen nicht zur Seite“ an Bundes-, Landes- und Kreisstraßen aufgestellt. Neben diesen Plakaten wurden vom Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr zwei Dialogdisplays zur Verfügung gestellt, die im Zuge von entsprechend geschwindigkeitsbeschränkten Landesstraßen aufgestellt werden. Diese Displays signalisieren den Verkehrsteilnehmern mit einem entweder grünen oder roten Smiley, ob sie die dort geltende Geschwindigkeitsbeschränkung einhalten.

 

Die beiden vom Landkreis eingesetzten Radarfahrzeuge und der Radareinsatzcontainer sowie die 18 stationären Geschwindigkeitsmessanlagen (zzgl. 3 in der Stadt Lingen und 2 in der Stadt Meppen) haben in einem ganz erheblichen Maße zur Reduzierung der Geschwindigkeiten und damit zur Erhöhung der Verkehrssicherheit beigetragen.

 

Bei den Geschwindigkeitsüberwachungsmaßnahmen geht es nicht um "Abzocke" der Verkehrsteilnehmer, sondern darum, dass vor dem Hintergrund der Schwere der Unfallfolgen das Bewusstsein für die Gefahren des Fahrens mit überhöhter (unzulässig hoher oder nicht situationsangepasster) Geschwindigkeit gestärkt werden muss. Insbesondere Maßnahmen zur Durchsetzung der bestehenden Geschwindigkeitsbegrenzungen sowie eine Erhöhung der Kontrolldichte an Unfallhäufungsstellen müssen fortgeführt bzw. intensiviert werden. Um schwere Verkehrsunfälle, die durch das Überfahren des Rotlichts an Ampeln entstehen, zu verhindern, wurden zudem an unfallauffälligen Kreuzungen und Fußgängerampeln Rotlichtüberwachungskameras installiert.

 

Weitere Informationen zu den Maßnahmen zur Steigerung der Verkehrssicherheit im Landkreis Emsland und Angaben über die Standorte der stationären Anlagen finden sich ebenfalls im neu erstellten Flyer „Prävention statt Abzocke“. Dieser ist gedruckt beim Landkreis oder in digitaler Form hier erhältlich...

 

Weiterführende Links zum Thema Verkehrssicherheit: