Verbesserung der ärztlich-medizinischen Versorgung

Förderprogramm für Nachwuchsmedizinerinnen und -mediziner:

 

Um einen Anreiz für Medizinstudierende sowie junge Ärztinnen und Ärzte zu schaffen, nach Absolvierung des Studiums bzw. der Weiterbildung eine Tätigkeit im Landkreis Emsland aufzunehmen, hat der Landkreis Emsland ein Förderprogramm entwickelt.

Für Studierende der Humanmedizin ist die Vergabe von Stipendien vorgesehen, wenn sie sich für eine spätere fünfjährige hausärztliche Tätigkeit im Landkreis Emsland entscheiden. Zudem werden die Absolvierung von Famulaturen in allgemeinmedizinischen Praxen und die Zeit des Praktischen Jahres im Landkreis Emsland gefördert. Um die Attraktivität einer Ausbildung zur Allgemeinmedizinerin bzw. zum Allgemeinmediziner weiter zu erhöhen, werden Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung zur Fachärztin bzw. zum Facharzt für Allgemeinmedizin ebenfalls finanziell unterstützt. Nähere Informationen finden Sie hier:

 

• Weiterbildungsgesellschaft Meilenstein
• Informationsflyer

 


Niederlassungsförderung für Hausärztinnen und Hausärzte

 

Weiterhin hat der Landkreis Emsland die Förderung der Niederlassung von Hausärztinnen und Hausärzten im Emsland als dreijähriges Modellprojekt beschlossen. Ziel ist, die hausärztliche Grundversorgung in der Region auch langfristig sicherzustellen.

Für eine Niederlassung einer Ärztin bzw. eines Arztes ist grundsätzlich eine Zuwendung von 15.000 Euro vorgesehen, bei Gründung einer Zweigpraxis sollen 10.000 Euro zur Verfügung gestellt werden. In akuten Fördergebieten sollen sogar bis zu 30.000 Euro gezahlt werden.

Nähere Informationen finden Sie in der Richtlinie über die Förderung der Niederlassung von Hausärzten im Emsland.

 


Regionales Wundmanagement im südlichen Emsland: Entwicklung und Umsetzung eines intersektoralen Versorgungskonzepts

 

Das Projekt „Regionales Wundmanagement im südlichen Emsland: Entwicklung und Umsetzung eines intersektoralen Versorgungskonzepts“ wurde im Jahr 2015 vom Land Niedersachsen für die Dauer von zwei Jahren gefördert. Ziel des Projektes war es, die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit chronischen Wunden durch Implementierung eines einheitlichen, regionalen Versorgungskonzeptes zu verbessern. Ein Zusammenwirken der Akteure sollte eine schnellere und andauerndere Wundheilung, eine Kompetenzerhöhung der Patientinnen und Patienten und eine sichere Handhabung von Produkten bewirken. Die Vorteile sind erhöhte Transparenz und Sicherheit in Diagnostik und Therapie, eine Arbeitsentlastung bei der ärztlichen Wundversorgung, die Erweiterung der Tätigkeit von spezialisierten Pflegekräften und die Etablierung verlässlicher Kooperationsbeziehungen.

 


Telemedizinische psychiatrische Versorgung


Zahlreiche Studien weisen auf die enorme Relevanz einer kontinuierlichen ambulanten Versorgung nach einer (teil-)stationären psychiatrischen Behandlung hin. Brüche in der Behandlung gefährden Therapieeffekte und die Qualität der psychiatrischen Versorgung. Hier setzte das Projekt „Telemedizinische psychiatrische Versorgung nach Entlassung – Neue Therapieoptionen in der psychiatrischen Versorgung im Landkreis Emsland“ an. Ziel war die lückenlose Weiterbetreuung depressiv erkrankter Patientinnen und Patienten durch Einsatz telemonitorischer Technologie. Die teilnehmenden Patientinnen und Patienten erhielten nach der stationären Behandlung ein Gesundheits-Tablet, mit dem sie Kontakt zur Ärztin bzw. zum Arzt halten konnten. Über das Tablet wurden Daten wie Fragebögen zu Befindlichkeit, Medikamenteneinnahme oder tagesstrukturierenden Maßnahmen erfasst. Die Verbindung half den Patientinnen und Patienten, im Alltag besser mit der Krankheit umzugehen. Langfristig waren sie eher vor Rückfällen geschützt. Das Projekt wurde in den Jahren 2018 und 2019 durch das St.-Vinzenz-Hospital Haselünne durchgeführt und durch das Land Niedersachsen gefördert.