Geflügelpest

 

Sperrbezirk wird Beobachtungsgebiet
Aufhebung der Aufstallungspflicht im restlichen Kreisgebiet ab 1. Juni

 

Meppen. Der Landkreis Emsland hebt den Sperrbezirk im Bereich der Samtgemeinden Werlte, Nordhümmling und Sögel per Allgemeinverfügung ab Dienstag, 1. Juni, auf. Das Gebiet wird Teil des Beobachtungsgebiets, das voraussichtlich am 10. Juni aufgehoben werden kann.

 

Tritt 21 Tage nach der Reinigung eines betroffenen Betriebs kein neuer Fall auf, kann der Sperrbezirk aufgehoben werden. Das Gebiet wird dann Teil des Beobachtungsgebietes, das frühestens nach 30 Tagen aufgehoben werden kann.

 

Im Beobachtungsgebiet bleibt die Aufstallungspflicht für die Geflügel haltenden Betriebe weiterhin bestehen. Für das restliche Kreisgebiet gilt die Aufstallungsverordnung ab Dienstag, 1. Juni, nicht mehr.

 



H5 N1 in Geflügelbestand in Werpeloh nachgewiesen

Viertes Ausbruchsgeschehen im Landkreis Emsland – Über 13.770 Puten betroffen

 

Werpeloh, 10. Mai 2021. In der Gemeinde Werpeloh (Samtgemeinde Sögel) ist in einer Geflügelhaltung das Vogelgrippevirus H5 N1 nachgewiesen worden. Der Landkreis erlässt in diesem Zusammenhang eine Allgemeinverfügung, die am Mittwoch, 12. Mai, in Kraft tritt.

 

13.771 Puten mussten tierschutzgerecht getötet werden. Es handelt sich um das vierte Ausbruchsgeschehen im Kreisgebiet. Nachdem zum 1. Mai ein Putenbestand in Lorup (Samtgemeinde Werlte), im weiteren Verlauf eine Putenhaltung in Börger (Samtgemeinde Sögel) und dann erneut ein Betrieb mit mehreren Ställen in Lorup betroffen waren, sind die bestehenden Restriktionsgebiete (ein Sperrbezirk mit einem Radius von 3 km und ein Beobachtungsgebiet im Umkreis von 10 km um den Ausbruchsbestand) in süd-westlicher Richtung erweitert worden. 63 gewerbliche Betriebe mit über 1,7 Mio. Stück Geflügel sowie 39 Hobbybetriebe mit rund 1.460 Stück Geflügel liegen aktuell im Sperrbezirk. 148 gewerbliche Betriebe mit über 4,6 Mio. Stück Geflügel und 180 Hobbyhaltungen mit rund 2.620 Stück Geflügel sind derzeit vom Beobachtungsgebiet betroffen.

 

Im Sperrbezirk und im Beobachtungsgebiet ist jeglicher Transport von lebendem Geflügel und von Eiern verboten. Für den Sperrbezirk wurde zudem ein Wiedereinstallungsverbot für Truthühner (Puten) haltende Betriebe angeordnet. Darüber hinaus gilt im festgelegten Sperrbezirk ein Verbot der Teilausstallung von Geflügel.

Daneben werden epidemiologische Ermittlungen vorgenommen, um die Ursache sowie weitere Kontaktbetriebe festzustellen. Tritt 21 Tage nach der Reinigung des betroffenen Betriebs kein neuer Fall auf, kann der Sperrbezirk aufgehoben werden. Das Gebiet wird dann Teil des Beobachtungsgebietes, das frühestens nach 30 Tagen aufgehoben werden kann.

 

Die aktuell bestehende Aufstallungspflicht, die der Landkreis Emsland zum Schutz vor einer Einschleppung des hochansteckenden Erregers in Haus- und Nutzgeflügelhaltungen im November 2020 angeordnet hatte, wird weiterhin als notwendige Vorsorgemaßnahme betrachtet und bleibt daher bestehen.

 


 

Vogelgrippe in Putenhaltung in Lorup festgestellt - Knapp 20.000 Tiere betroffen – Aufstallungspflicht weiterhin notwendig

 

Lorup, 6. Mai 2021. In der Gemeinde Lorup (Samtgemeinde Werlte) wurden drei weitere Ausbrüche der hochpathogenen Geflügelpest (H5 N1) in einer Putenhaltung amtlich festgestellt. Es sind knapp 20.000 Tiere betroffen. Der Landkreis erlässt in diesem Zusammenhang eine Allgemeinverfügung, die am Samstag, 8. Mai, in Kraft tritt.

 

Die Bestände wurden inzwischen geräumt. Die bereits vom Landkreis Emsland zum 1. Mai aufgrund eines Vogelgrippebefalls in einem Putenbestand in Lorup und zuletzt in Börger (Samtgemeinde Sögel) veranlassten Maßnahmen wie die Einrichtung eines Sperrbezirks und eines Beobachtungsgebiets haben weiterhin Bestand. Beide bestehenden Restriktionsgebiete sind vor dem Hintergrund des aktuellen Befalls geringfügig erweitert worden. Im Sperrbezirk sind weiterhin 59 gewerbliche Betriebe mit etwa 1,53 Mio. Geflügel sowie 27 Hobbybetriebe mit rund 815 Stück Geflügel betroffen. Im Beobachtungsgebiet befinden sich 131 gewerbliche Betriebe mit rund 3,9 Mio. Stück Geflügel und 185 Hobbyhaltungen mit über 3000 Stück Geflügel.

 

Im Sperrbezirk und im Beobachtungsgebiet ist jeglicher Transport von lebendem Geflügel und von Eiern verboten. Für den Sperrbezirk wurde zudem ein Wiedereinstallungsverbot für Truthühner (Puten) haltende Betriebe angeordnet. Darüber hinaus gilt im festgelegten Sperrbezirk ein Verbot der Teilausstallung von Geflügel.

 

Daneben werden epidemiologische Ermittlungen vorgenommen, um die Ursache sowie weitere Kontaktbetriebe festzustellen. Tritt 21 Tage nach der Reinigung des betroffenen Betriebs kein neuer Fall auf, kann der Sperrbezirk aufgehoben werden. Das Gebiet wird dann Teil des Beobachtungsgebietes, das frühestens nach 30 Tagen aufgehoben werden kann.

 

Die aktuell bestehende Aufstallungspflicht, die der Landkreis Emsland zum Schutz vor einer Einschleppung des hochansteckenden Erregers in Haus- und Nutzgeflügelhaltungen im November 2020 angeordnet hatte, wird weiterhin als notwendige Vorsorgemaßnahme betrachtet und bleibt daher bestehen.

 


 

Weiterer Bestand in Börger betroffen - Vogelgrippe weitet sich aus – Maßnahmen ergriffen

 

Börger, 5. Mai 2021. Ein weiterer Putenbestand mit rund 6400 Tieren ist von der Vogelgrippe betroffen. Für einen Bestand in der Gemeinde Börger (Samtgemeinde Sögel) wurde der Ausbruch nach der Untersuchung amtlicher Proben durch das Lebensmittel- und Veterinärinstitut Oldenburg bestätigt. Es handelt sich um das hochpathogene Influenzavirus H5 N1.

 

Der Bestand wurde inzwischen geräumt; alle Tiere wurden fachgerecht beseitigt. Die bereits vom Landkreis Emsland zum 1. Mai aufgrund eines Vogelgrippebefalls in einem Putenbestand in Lorup (Samtgemeinde Werlte) veranlassten Maßnahmen wie die Einrichtung eines Sperrbezirks und eines Beobachtungsgebiets haben weiterhin Bestand. Beide bestehenden Restriktionsgebiete sind vor dem Hintergrund des aktuellen Befalls geringfügig erweitert worden. Im Sperrbezirk sind nunmehr 59 gewerbliche Betriebe mit etwa 1,53 Mio. Geflügel sowie 27 Hobbybetriebe mit rund 815 Stück Geflügel betroffen. Im Beobachtungsgebiet befinden sich 131 gewerbliche Betriebe mit rund 3,9 Mio. Stück Geflügel und 185 Hobbyhaltungen mit über 3000 Stück Geflügel.

 

Im Sperrbezirk und im Beobachtungsgebiet ist jeglicher Transport von lebendem Geflügel und von Eiern verboten. Für den Sperrbezirk wurde zudem ein Wiedereinstallungsverbot für Truthühner (Puten) haltende Betriebe angeordnet. Dieses Verbot wird aufgrund des vorausgegangenen regionalen Seuchengeschehens in Weser-Ems unter Bezug auf die besondere Pathogenität für Truthühner auf diese Geflügelart beschränkt.

Daneben werden epidemiologische Ermittlungen vorgenommen, um die Ursache sowie weitere Kontaktbetriebe festzustellen. Tritt 21 Tage nach der Reinigung des betroffenen Betriebs kein neuer Fall auf, kann der Sperrbezirk aufgehoben werden. Das Gebiet wird dann Teil des Beobachtungsgebietes, das frühestens nach 30 Tagen aufgehoben werden kann.

 

Die aktuell bestehende Aufstallungspflicht, die der Landkreis Emsland zum Schutz vor einer Einschleppung des hochansteckenden Erregers in Haus- und Nutzgeflügelhaltungen im November 2020 angeordnet hatte, bleibt weiterhin bestehen. Darüber hinaus gilt im festgelegten Sperrbezirk ein Wiedereinstallungsverbot für Truthühner sowie ein Verbot der Teilausstallung von Geflügel.

 

Das Virus ist für den Menschen nach bisherigen Erkenntnissen weitgehend ungefährlich.

 


 

Vogelgrippe im Putenbestand festgestellt - Etwa 4200 Tiere in Betrieb in Lorup betroffen – Aufstallpflicht bleibt bestehen

 

Lorup, 29.04.2021. In einem Putenbestand in der Gemeinde Lorup (Samtgemeinde Werlte) wurde der Ausbruch der Vogelgrippe festgestellt. Am Donnerstag lagen die amtlichen Befunde des Friedrich-Löffler-Institutes vor: Es handelt sich um das hochpathogene Influenzavirus H5 N1. Der Landkreis Emsland hat eine Allgemeinverfügung erlassen, die ab dem 1. Mai in Kraft tritt.

Bei Eigenkontrollen war die Infektion im betroffenen Tierbestand mit rund 4200 Putenhähnen zunächst festgestellt worden, bevor amtliche Proben diesen Verdacht erhärtet haben. Der Landkreis Emsland hat bereits die entsprechenden Maßnahmen zur Räumung des Bestandes eingeleitet und durchgeführt. Nachfolgend wird der betroffene Betrieb gereinigt und desinfiziert. Das Virus ist für den Menschen nach bisherigen Erkenntnissen weitgehend ungefährlich.

 

Darüber hinaus wird um den Ausbruchsbetrieb im Radius von 3 km ein Sperrbezirk und im Radius von 10 km ein Beobachtungsgebiet eingerichtet. Diese Restriktionszonen treten am 1. Mai in Kraft. Im Sperrbezirk und im Beobachtungsgebiet ist jeglicher Transport von lebendem Geflügel und von Eiern verboten. Für den Sperrbezirk wurde zudem ein Wiedereinstallungsverbot für Truthühner (Puten) haltende Betriebe angeordnet. Dieses Verbot wird aufgrund des vorausgegangenen regionalen Seuchengeschehens in Weser-Ems unter Bezug auf die besondere Pathogenität für Truthühner auf diese Geflügelart beschränkt.

 

Von diesen Maßnahmen sind im Sperrbezirk 53 gewerbliche Betriebe mit etwa 1,53 Mio. Geflügel sowie 22 Hobbybetriebe mit rund 1.085 Stück Geflügel betroffen. Im Beobachtungsgebiet befinden sich 114 gewerbliche Betriebe mit rund 3,43 Mio. Stück Geflügel und 139 Hobbyhaltungen mit 3.120 Stück Geflügel.

 

Daneben werden epidemiologische Ermittlungen vorgenommen, um die Ursache sowie weitere Kontaktbetriebe festzustellen. Tritt 21 Tage nach der Reinigung des betroffenen Betriebs kein neuer Fall auf, kann der Sperrbezirk aufgehoben werden. Das Gebiet wird dann Teil des Beobachtungsgebietes, das frühestens nach 30 Tagen aufgehoben werden kann.

 

Aktuell konnte auch in Wildvögelpopulationen im Landkreis Emsland das Influenzavirus des Subtyps H5N1 nachgewiesen werden: Für eine tote Wildente, die in der Neustadt in Meppen aufgefunden worden war, liegt seit vergangenem Montag (26. April) die Bestätigung vor. Maßnahmen, sowie das Einrichten von Restriktionszonen sind bei Wildvögeln nicht vorgesehen.

 

Die aktuell bestehende Aufstallungspflicht, die der Landkreis Emsland zum Schutz vor einer Einschleppung des hochansteckenden Erregers in Haus- und Nutzgeflügelhaltungen im November 2020 angeordnet hatte, bleibt weiterhin bestehen. Zwar sind die täglichen Meldungen der letzten Wochen aus ganz Deutschland rückläufig, die aktuelle Entwicklung zeigt jedoch, dass das Infektionsgeschehen rund um das Vogelgrippevirus noch nicht überwunden ist.


 

Hier finden Interessierte bzw. Betroffene die entsprechenden Allgemeinverfügungen sowie weitere Unterlagen:

 

 


 

 


 

  • Kartendarstellung des betroffenen Gebietes:  

 

 

 

 


 

 

Seit Sonntag, 15. November 2020, gilt die Aufstallungspflicht im Landkreis Emsland. Die Kreisverwaltung hat eine Allgemeinverfügung erlassen, mit der sie anordnet, sämtliches gehaltenes Geflügel (Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Laufvögel, Wachteln, Enten und Gänse) einzustallen.

 

Anlass für diese vorbeugende Maßnahme ist eine Risikobewertung, die die niedersächsischen Küstenlandkreise und Landkreise mit hoher Geflügeldichte wegen der aktuellen Entwicklung vorgenommen haben. Mit dem Landkreis Emsland haben 19 weitere Städte und Landkreise in Niedersachsen für alle Betriebe, auch Hobbyhaltungen, die Stallpflicht angeordnet, um die hiesigen Nutztierbestände bestmöglich zu schützen. Der Landkreis Emsland verfügt über eine hohe Geflügeldichte und ist gleichzeitig als Wildvogeldurchzugs- und Rastgebiet für wildlebende Watt- und Wasservögel besonders gefährdet. Im Landkreis Emsland werden zurzeit etwa 35 Millionen Stück Geflügel gehalten. Unter Berücksichtigung dieser Faktoren stuft der Landkreis Emsland das Risiko einer Einschleppung von hochpathogener Aviära Influenza in die hiesigen Geflügelbestände, insbesondere bei Freilandhaltung, als hoch ein. Die Risikobewertung wird fortlaufend neu geprüft. Das Ergebnis der Bewertung bildet die Grundlage dafür, wie lange die Anordnung gilt.

 

Bei der Aviären Influenza handelt es sich um eine ansteckende und anzeigepflichtige Viruserkrankung des Geflügels und anderer Vogelarten, die hohe Tierverluste und damit große wirtschaftliche Schäden zur Folge haben kann. Die Vogelgrippe war zuletzt 2017 im Landkreis Emsland ausgebrochen.

 

Hier finden Interessierte bzw. Betroffene die entsprechende Allgemeinverfügung: