Geflügelpest 

 

28. September 2022: Vogelgrippe in Surwold festgestellt

 

In der Gemeinde Surwold (Samtgemeinde Nordhümmling) ist der Verdacht auf Vogelgrippe in einem Geflügelbetrieb amtlich bestätigt worden. Betroffen von dem hochpathogenen Influenzavirus H5 N1 ist ein Stall mit rund 700 Gänsen, etwa 750 Enten und rund 600 Masthähnchen. Die Tiere müssen nun getötet werden. Der Landkreis Emsland erlässt eine Allgemeinverfügung mit präventiven Maßnahmen zum Schutz vor einer Virusausbreitung. Diese tritt am 30. September in Kraft.

 

Zu den Schutzmaßnahmen gehört die Einrichtung einer Schutzzone rund 3 km um den Ausbruchsbetrieb und einer Überwachungszone mit einem Radius von 10 km um den betroffenen Betrieb. Die kleinere Schutzzone ist ein Teilgebiet der größeren Überwachungszone. In der Schutzzone liegen sieben gewerbliche Betriebe mit 191.194 Stück Geflügel und 23 Hobbyhaltungen mit 415 Stück Geflügel. Von der Überwachungszone sind 49 gewerbliche Betriebe mit 1.554.862 Stück Geflügel und 155 Hobbyhaltungen mit 3.514 Stück Geflügel betroffen.

 

Zugleich muss wegen eines HPAI-Ausbruchs in den Niederlanden eine Überwachungszone im Bereich der Stadt Haren (Ems) eingerichtet werden. Auch dies geschieht mittels einer Allgemeinverfügung.


 

 

In einem Geflügelbestand in der Stadt Haren (Ems) wurde der Ausbruch der Vogelgrippe festgestellt. Am Donnerstag (1. September) lagen die amtlichen Befunde des Friedrich-Löffler-Institutes vor: Es handelt sich um das hochpathogene Influenzavirus H5 N1. Der Landkreis Emsland hat eine Allgemeinverfügung erlassen, die ab dem 2. September in Kraft tritt.

 

Darüber hinaus ist der Landkreis Emsland durch einen Ausbruch von Geflügelgrippe in Menslage im Landkreis Osnabrück betroffen. Ein Teil der Überwachungszone rund um den Ausbruchsbetrieb befindet sich in der Samtgemeinde Herzlake. Auch hier regelt eine Allgemeinverfügung des Landkreises Emsland ab dem 2. September entsprechende Schutzmaßnahmen, die eine weitere Ausbreitung der Vogelgrippe verhindern sollen.

 

Die Infektion in dem betroffenen Tierbestand mit rund 41.000 Hühnern in der Stadt Haren (Ems) war bei Eigenkontrollen festgestellt worden, bevor amtliche Proben diesen Verdacht erhärtet haben. Der Landkreis Emsland hat bereits die entsprechenden Maßnahmen zur Räumung des Bestandes und Tötung der Tiere eingeleitet und durchgeführt. Nachfolgend wird der betroffene Betrieb gereinigt und desinfiziert.

 

Darüber hinaus wird um den Ausbruchsbetrieb im Radius von 3 km eine Schutzzone (früher Sperrbezirk) und im Radius von 10 km eine Überwachungszone (früher Beobachtungsgebiet) eingerichtet. Diese Restriktionszonen treten am 2. September in Kraft. In der Schutzzone und der Überwachungszone ist jeglicher Transport von lebendem Geflügel und von Eiern verboten. Ebenfalls wurde die Teilausstallung für Geflügel untersagt. Weiterhin wurde die Aufstallung des Geflügels in den beiden Restriktionszonen verfügt. Die besondere Beachtung von Hygienemaßnahmen wurde ebenfalls angeordnet.


Von diesen angeordneten Maßnahmen sind nach vorläufigem Stand in der Schutzzone 23 gewerbliche Betriebe mit 612.477 Stück Geflügel und 17 Hobbyhaltungen mit 252 Stück Geflügel betroffen. In der Überwachungszone sind dies 106 gewerbliche Halter mit 4.486.819 Stück Geflügel und 116 Hobbyhalter mit 1.664 Tieren. Insgesamt bestehen in den Restriktionszonen damit für 129 gewerbliche Haltungen mit über 5 Mio. Tieren und 133 Hobbyhaltungen mit über 1900 Stück Geflügel Einschränkungen.

 

Daneben werden epidemiologische Ermittlungen vorgenommen, um die Ursache sowie weitere Kontaktbetriebe festzustellen. Tritt 21 Tage nach der Reinigung des betroffenen Betriebs kein neuer Fall auf, kann die Schutzzone aufgehoben werden. Das Gebiet wird dann Teil der Überwachungszone, die frühestens nach 30 Tagen aufgehoben werden kann.

 

Das Virus ist für den Menschen nach bisherigen Erkenntnissen weitgehend ungefährlich.

 

Update 9. September 2022:

 

Neben dem am 1. September amtlich bestätigtem Vogelgrippefall in Haren, bei dem rund 41.000 Hühner betroffen waren, ist im Landkreis Emsland ein weiterer Ausbruch in der Gemeinde Twist festgestellt worden. Der betroffene Betrieb liegt in der Nachbarschaft des Erstausbruchs. Etwa 19.000 Puten wurden in dem Mastbetrieb gehalten, die nun getötet werden mussten.

 

Am 9. September lagen die amtlichen Befunde des Friedrich-Löffler-Institutes vor, die bestätigten, dass es sich bei dem Ausbruch in der Gemeinde Twist um das hochpathogene Influenzavirus H5 N1 handelt.

 

Der Landkreis Emsland hat vor diesem Hintergrund eine Allgemeinverfügung erlassen, die am 10. September in Kraft tritt. Mit ihr werden wie im ersten Fall entsprechende Maßnahmen zum Schutz weiterer Bestände vor der Vogelgrippe festgelegt. So sind um den Ausbruchsbetrieb im Radius von 3 km eine Schutzzone (früher Sperrbezirk) und im Radius von 10 km eine Überwachungszone (früher Beobachtungsgebiet) eingerichtet worden. Die kleinere Schutzzone ist ein Teilgebiet der größeren Überwachungszone. Wegen der räumlichen Nähe zu dem vorangegangenen Ausbruch im Stadtbereich Haren, ändert sich der Zuschnitt der Restriktionszonen nur geringfügig.

 

 

Update: 28. September 2022:

 

Zum Schutz vor der Geflügelgrippe hatte der Landkreis Emsland für mehrere Gebiete Allgemeinverfügungen erlassen, die tierseuchenbehördliche Maßnahmen vorsahen. Diese erlöschen nun in der Stadt Haren (Ems) und der Samtgemeinde Herzlake gänzlich und in der Gemeinde Twist zum Teil. Bei dem am 1. September amtlich bestätigtem Vogelgrippefall in der Stadt Haren (Ems) werden alle tierseuchenbehördlich angeordnete Maßnahmen aufgehoben. Sowohl die Schutzzone als auch die Überwachungszone fallen ab Mittwoch, 5. Oktober, weg. Darüber hinaus war der Landkreis Emsland durch einen Ausbruch von Geflügelgrippe in Menslage im Landkreis Osnabrück betroffen. Ein Teil der Überwachungszone rund um den Ausbruchsbetrieb befand sich in der Samtgemeinde Herzlake. Nach dem Erlöschen der Vogelgrippe kann für diesen Bereich, nachdem bereits die Schutzzone am 20. September aufgehoben worden war, ebenfalls die Überwachungszone aufgehoben werden. Dies gilt ab Freitag, 30. September. Die Schutzzone, die in der Gemeinde Twist am 9. September eingerichtet worden war, muss nun ebenfalls nicht mehr länger aufrechterhalten werden. Die Schutzzone geht hier ab dem 5. Oktober in der Überwachungszone auf, die sich in einem 10 km-Radius um den Ausbruchsbetrieb befindet. 




 Hier finden Interessierte bzw. Betroffene die entsprechenden Allgemeinverfügungen:

 

 

 


  

Formulare/Ausnahmegenehmigungen:

 

 


 

Schutz- und Überwachungszonen: