Vielfältige Mitmach-Gründe und positives Fazit
„Nachbarschaft bewegt“: Zweiter Durchgang beginnt – Weitere Teilnehmende gesucht
Meppen. Die Praxisphase beim Projekt „Nachbarschaft bewegt – Unser Auto“ dauert weiter an: Nachdem die Nachbarschaften des ersten Durchgangs Ende Februar ihre E-Fahrzeuge an den Landkreis Emsland zurückgegeben haben, schließt sich nun die Fahrzeugübergabe an die Nachbarschaften aus dem zweiten Durchgang an.
Erneut wurden vier Nachbarschaften ausgewählt, die sowohl aus kleineren Gruppen mit zwei Familien als auch aus größeren Gruppen mit fünf Teams bestehen. Die Nachbarschaften sind über das gesamte Emsland von Nord nach Süd verteilt: Papenburg, Meppen, Geeste und Lingen (Ems) lauten die Heimatadressen.
Die Gründe für eine Beteiligung sind vielfältig: Eine Nachbarschaft gibt an, auf lange Sicht Kosten sparen zu wollen, da das eigene Auto wegen des Renteneintritts nur noch selten genutzt wird; Fahrten zum Arbeitsplatz fallen somit weg. Andere Teilnehmende wollen überprüfen, ob die Anschaffung eines Zweitwagens notwendig ist. Wieder andere wollen mit dem Projekt die Nachbarschaft stärken, denn Absprachen und ein enges Miteinander bei der Nutzung des gemeinsamen E-Fahrzeugs sind notwendig.
„Wir möchten mit dem Projekt einen Einstieg in die geteilte Auto-Nutzung ermöglichen, die Abhängigkeit vom eigenen Auto reduzieren und insgesamt zu einer effizienteren Fahrzeug-Nutzung beitragen“, sagt Landrat Marc-André Burgdorf. Das Fazit aus der ersten Runde bestärkt den Landkreis Emsland: Alle Nachbarschaften würden nach eigenen Angaben sofort wieder am Projekt teilnehmen und das Auto für drei weitere Monate mit den Nachbarn teilen.
Bei dem Projekt „Nachbarschaft bewegt“ übernimmt der Landkreis einen Großteil der Grundgebühren, sodass eine Erprobung auch trotz bereits vorhandener Zweitwagen wirtschaftlich attraktiv wird. „Wir begreifen das Projekt als Ergänzungsangebot zum öffentlichen Carsharing mit vielen Vorteilen: Alle Nutzer kennen sich untereinander und sind unabhängig von öffentlichen Fahrzeug-Standorten, da sie ein eigenes E-Auto für die Projektdauer zur Verfügung gestellt bekommen“, erläutert Burgdorf.
Die Fahrzeuge stellt der Kooperationspartner mobileeee GmbH aus Frankfurt dem Landkreis Emsland für die Projektdauer zur Verfügung. Insgesamt vier Fahrzeuge (u. a. des Typs Volkswagen ID.4) für die Nachbarschaften, die aus mehreren Teams mit jeweils maximal fünf fahrberechtigten Personen bestehen können, sind Bestandteil des Projekts. Ein Team kann beispielsweise eine Familie, eine Wohngemeinschaft, ein Unternehmen oder auch ein Verein sein.
Es handelt sich bei dem jetzt gestarteten Durchgang um den zweiten von insgesamt vier geplanten Nutzungszeiträumen mit einer Dauer von jeweils drei Monaten. Für die weiteren Durchgänge von Juni bis August sowie September bis November werden noch Teilnehmende gesucht, die sich online unter www.emsland.de/nachbarschaft-carsharing bewerben können. Insgesamt 16 Nachbarschaften werden nach Ablauf des Projekts das Angebot getestet haben.
Falls keine Lademöglichkeit über eine Wallbox besteht, kann über eine Haushaltssteckdose geladen werden. Aber auch die öffentlichen Ladesäulen stehen zur Verfügung. Die Nutzungs-App dient als Schlüssel für das E-Fahrzeug und gibt Schritt für Schritt Anleitungen, wie das Fahrzeug gestartet und beim Verlassen des Fahrzeugs eine Buchung beendet werden kann.
Mehr Information zum Projekt „Nachbarschaft bewegt“ ist online hier hinterlegt.
Bild: Vertreter der vier Nachbarschaften nahmen ihre E-Autos in Empfang, mit denen sie für die Dauer des zweiten Durchgangs bis Ende Mai geteilte Mobilität testen können. (Foto: Landkreis Emsland)