23.07.2026

Rund 22,2 Millionen Euro für den Hafen Papenburg

Stadt, Landkreis und Land investieren in maritime Infrastruktur

 

Papenburg. Das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Bauen unterstützt die Stadt Papenburg mit einer Förderung in Höhe von rund 22,2 Mio. Euro für den Neubau des Binnenhaupts der Seeschleuse sowie die Erweiterung des Fluid Mud-Systems im Hafen Papenburg. Staatssekretär Matthias Wunderling-Weilbier überbrachte am vergangenen Mittwoch (22. Juli) im Beisein von Landrat Marc-André Burgdorf den Förderbescheid an Bürgermeisterin Vanessa Gattung in Papenburg.

 

Mit der Landesförderung aus dem Wirtschaftsförderfonds (WFF) werden zwei zentrale Investitionen im Papenburger Hafen ermöglicht: Der Neubau des Binnenhaupts der Seeschleuse sowie die Erweiterung des Fluid Mud-Systems. Das Gesamtvolumen der Maßnahmen beträgt rund 49,3 Mio. Euro.

 

„Die Seeschleuse ist nicht nur das Tor zur Welt, sondern zugleich eine der wirtschaftlichen Lebensadern der Stadt und muss deshalb als Schnittstelle des Seehafens Papenburg zur Bundeswasserstraße Ems reibungslos funktionieren“, betont Bürgermeisterin Vanessa Gattung. Die Stadt Papenburg trägt einen Eigenanteil in Höhe von rund 13,56 Mio. Euro (27,5 %) zur Umsetzung des Vorhabens bei, das auch dem Hochwasserschutz dient.

 

„Dass das Land Niedersachsen sich für den für die Stadt Papenburg und den Landkreis Emsland wichtigen Hafen engagiert, ist ein starkes Zeichen,“ freut sich Landrat Burgdorf. Der Landkreis Emsland hat bereits in der Vergangenheit Unterhaltungs- und Sanierungsarbeiten an der Seeschleuse bezuschusst. Für die aktuelle Maßnahme liegt dem Landkreis Emsland ein Förderantrag der Stadt Papenburg über rund 13,56 Mio. Euro (27,5 %) vor, den der Landrat in die Kreisgremien einbringen wird.

 

Staatssekretär Matthias Wunderling-Weilbier betonte: „Mit der umfangreichen Förderung setzen wir als Landesregierung heute ein starkes Zeichen für den Wirtschaftsstandort Papenburg. Die Erneuerung des Binnenhaupts der Seeschleuse sowie die Erweiterung des Fluid Mud-Systems sind unverzichtbar für einen leistungsfähigeren und zukunftsfesten Hafen. Deshalb machen wir dieses Projekt mit aller Entschlossenheit möglich. Der Hafen Papenburg ist ein bedeutender Wirtschaftsstandort für das Emsland und weit darüber hinaus. Im Schulterschluss zwischen der Stadt, dem Landkreis Emsland und dem Land stärken wir damit auch die Unternehmen und die Beschäftigten in der Region.“

 

Die Seeschleuse ist die zentrale Zufahrt zum Hafen Papenburg. Der überwiegende Teil des Güterumschlags erfolgt über sie. Zahlreiche Unternehmen sind auf ihre Funktionsfähigkeit angewiesen. Mit der Erneuerung des Binnenhaupts wird die bereits 2022 mit Unterstützung des Landes abgeschlossene Sanierung des Außenhaupts konsequent fortgeführt. Damit wird die zweite wesentliche Investitionsstufe der Gesamtsanierung umgesetzt.

 

Neben der Modernisierung der Schleuse investiert die Stadt Papenburg in die Erweiterung ihres Fluid Mud-Systems. Der Hafen ist seit Jahren mit hohen Schlickeinträgen aus der Ems konfrontiert. Ziel der Maßnahme ist es, die Sedimentproblematik künftig effizienter zu bewältigen und den Aufwand für regelmäßige Baggerungen sowie die damit verbundenen Unterhaltungskosten deutlich zu reduzieren. Hierfür sollen unter anderem ein selbstfahrendes Wasserinjektionsgerät sowie ein Schwimmbagger beschafft werden.

 

 

Bild: Staatssekretär Matthias Wunderling-Weilbier (Mitte) übergibt den Förderbescheid des Landes Niedersachsen von 22,2 Mio. Euro an Bürgermeisterin Vanessa Gattung (2. v. l.). Über die Zuwendung des Landes freuen sich ebenfalls Landrat Marc-André Burgdorf (2. v. r.), Erster Stadtrat Hermann Wessels (l.) und Heinz Walker, Geschäftsbereichsleiter Bauen bei der Stadt Papenburg. (Foto: Stadt Papenburg)