19.06.2026

Moderne Bildungseinrichtung in grüner Umgebung

Baustart für Carl-Orff-Schule am neuen Standort – Symbolischer erster Spatenstich

 

Lingen. Mehrfachen Grund zum Feiern hat die Carl-Orff-Schule in Lingen (Ems)/Brögbern: Die Förderschule mit den Schwerpunkten Hören und Sprache feiert in diesem Juni nicht nur ihr 50-jähriges Bestehen, sondern kann sich in ihrem Jubiläumsjahr auch über den Bau eines modernen und innovativen Schulgebäudes in grüner Umgebung freuen. Den offiziellen ersten Spatenstich für den Neubau der Carl-Orff-Schule nahm Landrat Marc-André Burgdorf u. a. gemeinsam mit der an diesem Tag verabschiedeten Schulleiterin Regina Hannemann, der neuen Schulleitung Bettina Wichmann, Christina Almandoz, Leiterin des Medienzentrums Emsland in Lingen (Ems), und Kämmerin Monika Schwegmann für die Stadt Lingen (Ems) vor.

 

„Die Carl-Orff-Schule nimmt mit ihrem sonderpädagogischem Bildungsauftrag für Kinder mit sprachlichem Förderbedarf eine wichtige Rolle in der emsländischen Schullandschaft ein“, sagt Burgdorf.

 

Aktuell ist die Carl-Orff-Schule im städtischen Gebäude der Grundschule Brögbern untergebracht. Für diese besteht zusätzlicher Raumbedarf. Vor diesem Hintergrund und getragen von dem Wunsch, die Raumbedingungen zu optimieren, soll in den kommenden maximal zwei Jahren der Schulneubau mit einer Fläche von rund 2.653 m² an der neuen Adresse Beckstraße 15 – 17 realisiert werden - dem Grundstück der ehemaligen Pestalozzischule. Der Neubau wird südlich der bestehenden Sporthalle umgesetzt.

 

Ebenfalls wird hier auch das Medienzentrum Emsland in Lingen (Ems) einziehen, das in den Neubau integriert werden soll. Aktuell ist das Medienzentrum in der ehemaligen Hausmeisterwohnung bei der Gesamtschule Emsland untergebracht und bietet dort insbesondere für Angebote zur Fortbildung von Lehrkräften nur unzureichende Möglichkeiten. Die Planungen sind in enger Abstimmung nach den Bedürfnissen der Carl-Orff-Schule und des Medienzentrums entstanden.

 

Der neue Standort der Carl-Orff-Schule befindet sich mit dem Gymnasium Georgianum, der Berufsbildenden Schule (BBS) Lingen Technik und Gestaltung sowie der BBS Lingen Agrar und Soziales in unmittelbarer Nähe von drei weiteren kreiseigenen Schulen. „Wir schaffen hier eine Art Zentrum für Bildung mit mehreren Schularten und einem Medienzentrum“, setzt Burgdorf auf Synergieeffekte.

 

Im Sinne eines reduzierten ökologischen Fußabdrucks soll der Neubau über zwei Geschosse als Holz-Hybridbau erstellt werden. Die Gründung des Baus erfolgt auf einer Stahlbeton-Bodenplatte. Die beiden Treppenhauskerne sowie der Aufzugsschacht werden ebenfalls in Stahlbeton ausgeführt. Die sonstigen Innenwände werden weitestgehend in Holzrahmen- bzw. Holzmassivbauweise erstellt. Die Decke über dem Erdgeschoss wird aus schalltechnischen Gründen als Holz-Beton-Verbunddecke ausgeführt, über dem Obergeschoss sollen die Balken der Holzbinderdecke in weiten Teilen sichtbar bleiben. „Das nachhaltige Material Holz spielt beim Neubau eine besondere Rolle. Durch die serielle Fertigung ganzer Wandelemente kann mit guter Qualität und gutem Zeitmanagement gebaut werden. Darüber hinaus wird durch diese Bauweise der Einsatz CO2-intensiver mineralischer Baustoffe wie Beton auf ein Minimum reduziert.“, erläutert Burgdorf. Zudem dienten die verwendeten Holzbauteile als natürliche CO2-Speicher.

 

In Ergänzung dazu sollen die Flachdächer begrünt und mit PV-Anlagen versehen werden. Beheizt wird das Gebäude künftig mit Fernwärme.

 

Die geschätzten vorläufigen Baukosten liegen bei etwa 13,5 Mio. Euro.

 

Die Carl-Orff-Schule wird aktuell von rund 75 Schülerinnen und Schülern der Klassenstufen eins bis vier besucht. Das Lehrerkollegium besteht aus rund 20 Personen.

 

 

Bild 1: Zum symbolischen Spatenstich kamen alle beteiligten Akteure um Landrat Marc-André Burgdorf (7. v. r.) in der Beckstraße zusammen. Ebenfalls im Bild sind die künftigen Nutzer des Gebäudes, Bettina Wichmann (r.), künftige Leiterin der Carl-Orff-Schule, gemeinsam mit der an diesem Tag verabschiedeten Schulleiterin Regina Hannemann (3. v. r.), sowie Christina Almandoz, Leiterin des Medienzentrums Emsland in Lingen (2. v. r.).

 

 

Bild 2: Die Grafik zeigt die Außenansicht des geplanten Neubaus der Carl-Orff-Schule. Rechts ist das Medienzentrum Emsland zu sehen. (Foto/Grafik: Landkreis Emsland)