25.08.2026

Hitze und Trockenheit setzen Buche zu

Naturdenkmal in schlechtem Zustand – Massiver Rückschnitt für Verkehrssicherung

 

Holsten. Die Buche im Ortsteil Holsten-Bexten (Gemeinde Salzbergen), ein Naturdenkmal seit April 1982, wurde aus Anlass eines Abbruchs eines massiven, begrünten Astes im August nun während eines Ortstermins von einem Fachbetrieb eingehend untersucht. Wegen der Lage der Buche in der Nähe der Zuwegung zu Kirche, Friedhof und Kindergarten folgen nun weitere Maßnahmen, die aus naturschutzfachlicher Sicht sowie aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht dringend notwendig sind. Die Untersuchung ergab, dass die Buche stark geschädigt ist und bis auf einen Torso massiv eingekürzt werden muss.

 

Bei den Astausbrüchen, die 2020 und in der Folge in diesem Juli und August erfolgten, handelt es sich nach Einschätzung des Experten um einen so genannten „Grünastabbruch“. Dieser entsteht durch starke Umwelteinflüsse wie große Hitze, starke Trockenheit, aber auch starke Regenfälle. Auch im schlechten Allgemeinzustand der Buche liegen die Astabbrüche begründet. Eine Bewässerung, die seit einigen Wochen stattfindet, konnte keine erkennbare Verbesserung herbeiführen. Der Ast fiel im August auf den Gehweg, der in der Nähe der Buche verläuft. Personen wurden glücklicherweise nicht verletzt.

 

Der Baum sei insgesamt in einem schlechten Zustand, hält der Fachbetrieb fest. „Die Oberkrone zeigt deutliche Degenerationsanzeichen. Die Buche zieht sich zurück, der Oberkronenbereich wird nicht mehr versorgt und stirbt ab“, heißt es im Bericht des hinzugezogenen Sachverständigenbüros.

 

Obwohl in den vergangenen Jahren mehrere Maßnahmen zum Erhalt der Buche unternommen wurden: Um den Standort zu verbessern waren in der Vergangenheit Bodenbelüftung des Wurzelbereichs, Mulchen, Bewässern und Absperren des Baumumfeldes, sowie Totholzentnahme, Einbau von Kronensicherungen und regelmäßiger Baumkontrollen durchgeführt worden. Erste baumsichernde Pflegemaßnahmen fanden bereits 1987 und dann fortlaufend regelmäßig in den zurückliegenden Jahren statt. Doch der Allgemeinzustand der Buche verschlechterte sich weiterhin. Die Trockenheit der vergangenen Jahre und des aktuellen Sommers verstärken die Problematik.

 

2002 wurde der Baum vermessen, sodass das Alter der Buche damals zwischen 170 bis 200 Jahre festgelegt werden konnte. Bei einem Kronendurchmesser von 35 m und einem Stammumfang 4,40 m wirkt der Baum imposant. Doch die lichte und rückgängige Belaubung lässt bereits optisch erkennen, dass die Buche deutlich geschwächt ist.

 

Wegen der aktuellen Gefahr durch herabfallendes Totholz im Bereich der Kirche und des Friedhofs Holsten hat die Gemeinde Salzbergen den gesamten Straßenbereich Espel vom Holstener Weg (Kriegerdenkmal) bis zur Feldhookstraße und umgekehrt vollständig gesperrt. Nähere Informationen dazu sind auf der Internetseite der Gemeinde Salzbergen zu finden.

 

Bild: Im August brach ein begrünter Ast aus dem Baum und fiel auf den Gehweg, der an der Buche verläuft. Personen kamen dabei glücklicherweise nicht zu schaden. (Foto: Landkreis Emsland)