3. Medienpräventionstag im Landkreis Emsland ein voller Erfolg!

 

Der Medienpräventionstag 2017 fand unter dem Motto "Digitales Aufwach(s)en" am 14.02.2017 im Ludwig-Windthorst-Haus Lingen statt. Der Medienpräventionstag war ein voller Erfolg. Rund 100 Teilnehmer/-innen und Akteure der Medienprävention nahmen an diesem Kongress teil.

 

 

Foto: LWH

 

Die Präsentationen der Vorträge und Workshops, wurden für die Teilnehmer des dritten Medienpräventionstags hinterlegt und können ab sofort abgerufen werden. Alle Teilnehmer haben eine entsprechende Email bekommen.

Falls Sie versehentlich keine Email erreicht hat, wenden Sie sich bitte an: sven.kruppik@emsland.de

 

Den vollstängigen Flyer zum Medienpräventionstag können Sie hier ansehen bzw. downloaden.

 

 

 

 

 

 

 

 

Eröffnungsvortrag: Dr. Daniel Hajok, Uni Erfurt

Chancen und Risiken digitaler Medien für das Heranwachsen junger Menschen
Im Vortrag werden zunächst die veränderten Bedingungen des Heranwachsens durch digitale Medien skizziert. Danach wird ein Überblick über die medienbezogenen Vorlieben und Fähigkeiten im Altersverlauf von Kindern und Jugendlichen gegeben. Im Weiteren richtet sich das Hauptaugenmerk auf die Chancen und Risiken des Medienumgangs für die Entwicklung Heranwachsender. Abschließend werden auf der Grundlage der erweiterten Inhalts- und Verhaltensrisiken Konsequenzen für den restriktiven und präventiven Kinder- und Jugendmedienschutz gezogen.

 

Vortrag 2: Jens Wiemken, Niedersächsische Landesmedienanstalt

Kulturelle Wandel durch Smartphones. „Wie gut (oder schlimm), dass ich in meiner Jugend kein Smartphone hatte“ – Ein kultur-pessimistisch-optimistischer Aufschlag
Die fortschreitende Digitalisierung in den ehemaligen Industrienationen veränderte nicht nur Kultur und Gesellschaft, sondern auch Mensch-sein. „Welt“ hört nun nicht hinter der Haustür auf, auf Familie (wenn es sie noch gibt) kommen neue Erwartungen zu. Umgang mit dem Digitalen muss erarbeitet und weitervermittelt werden. In einer digitalisierten Welt muss Entwicklung von Kindheit und Jugend eigentlich neu betrachtet werden. Medienkompetenz als eine weitere Kulturtechnik verhilft in einer Informationsgesellschaft zu bestehen.

 

 

Workshop 1: Chancen und Risiken digitaler Medien für das Heranwachsen junger Menschen – Ausgewählte "Dimensionen"
Dr. Daniel Hajok, Uni Erfurt

Ausgehend von dem im Einführungsvortrag gegebenen Gesamtüberblick werden im Workshop die Inhalts- und Verhaltensrisiken des Medienumgangs junger Menschen vertieft, die aktuell eine besondere Bedeutung im Alltag von Kindern und Jugendlichen haben. Mögliche Folgen für das Heranwachsen werden vor dem Hintergrund aktueller Befunde betrachtet und angemessene Konzepte zum Kinder- und Jugendmedienschutz diskutiert.

 

Workshop 2: Jugendmedienschutz – „Virtuelle Welten und Computerspiele“
Jens Wiemken, Niedersächsische Landesmedienanstalt

Der Workshop behandelt die verschiedenen Erscheinungsformen virtueller Spielewelten. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen erhalten einen Überblick über die verschiedenen Genres von Online-Spielen und erfahren anhand von Fallbeispielen, welche jugendschutzrelevanten Problembereiche in den virtuellen Welten des Internets vorzufinden sind. Der Workshop zeigt auf, was Kinder und Jugendliche an den digitalen Spielewelten fasziniert.

 

Workshop 3: Digital Na(t)ives 2015 – eine besondere Umfrage
Peter Siebert (Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim), Sven Kruppik (Landkreis Emsland)

Im Jahr 2015 haben 26 Schulen im Emsland an der Schülerumfrage Digital Na(t)ives teilgenommen. Das Besondere dieser Befragung ist, dass Schülerinnen und Schüler die Fragen selbst entwickelt haben und somit ein enger Kontakt zur Lebensrealität der Jugendlichen hergestellt wird. Neben der individuellen Auswertung für die Schulen gab es eine repräsentative Auswertung der Umfrage für den Landkreis Emsland. 5422 Schülerantworten wurden ausgewertet und skizzieren zum Teil ein differenzierteres Bild über die Nutzung der neuen Medien als bundesweite Studien (z.B. JIM oder KIM). Im Vortrag werden neben einigen Ergebnissen auch die Möglichkeiten der Neugestaltung von Präventionsangeboten an Schulen aufgezeigt.

 

Workshop 4: Soziale Netzwerke als Kommunikationsmittel in der Schule?
Michael Brendel, Ludwig-Windthorst-Haus Lingen

Der Workshop behandelt gebräuchliche und alternative Medien in der Schüler-Lehrer-Kommunikation. Facebook und WhatsApp werden häufig für diesen Zweck verwendet, allerdings bergen sie erhebliche Risiken für den Persönlichkeits- und Datenschutz. Deshalb wird der Workshop auch das Schulserver-System IServ sowie die E-Learning-Plattformen Moodle vorstellen.

 

Workshop 5: Rechtliches im Internet
Hannes Albers, Rechtsanwalt und Fachanwalt für IT-Recht

In diesem Workshop werden juristische Fragen im Zusammenhang mit Internetanwendungen erörtert. Es werden Tipps gegeben, worauf bei einer eigenen Webseite zu achten ist und wie das das Recht am Bild, Urheber- und Persönlichkeitsrechte gewahrt bleiben können. Der Referent wird die Folgen von Beleidigungen im Internet, Filesharing und In-App-Käufe juristisch einschätzen und bei Bedarf auch Datenschutzfragen beantworten.