Eichenprozessionsspinner


Der Eichenprozessionsspinner ist ein Nachtfalter, der seine Eier bevorzugt auf freistehenden Eichen ablegt. Von Mitte bis Ende April schlüpfen die Raupen, die sich tagsüber in selbstgesponnenen Nestern verstecken. Nachts wandern sie als Prozession vom Nest in die Baumkronen und fressen dort die Triebe bzw. Blätter der Eichenbäume. Sobald die Raupen Mitte bis Ende Mai im dritten Entwicklungsstadium angekommen sind, bilden sie gefährliche Brennhaare aus, die einen Giftstoff enthalten. Diese Brennhaare können eine Gesundheitsgefahr für Mensch und Tier darstellen. Nach der Häutung der Raupen verbleiben die Haare in den Gespinstnestern und werden vor allem bei deren Zerfall an die Umwelt abgegeben. Das Allergien auslösende Gift in den Härchen kann mehrere Jahre wirksam bleiben.

 

  

 


 

1. Was ist der Eichenprozessionsspinner?

 

Der Eichenprozessionsspinner ist ein Nachtfalter, der seine Eier bevorzugt auf freistehenden Eichen ablegt. Von Mitte bis Ende April schlüpfen die Raupen, die sich tagsüber in selbstgesponnenen Nestern verstecken. Nachts wandern sie als Prozession vom Nest in die Baumkronen und fressen dort die Triebe bzw. Blätter der Eichenbäume. Sobald die Raupen Mitte bis Ende Mai im dritten Entwicklungsstadium angekommen sind, bilden sie gefährliche Brennhaare aus, die einen Giftstoff enthalten. Diese Brennhaare können eine Gesundheitsgefahr für Mensch und Tier darstellen. Nach der Häutung der Raupen verbleiben die Haare in den Gespinstnestern und werden vor allem bei deren Zerfall an die Umwelt abgegeben. Das Allergien auslösende Gift in den Härchen kann mehrere Jahre wirksam bleiben.


 

2. Welche gesundheitlichen Beeinträchtigungen können bei einer Reaktion auf die Eichenprozessionsspinner  auftreten?

 

Bei Haut-, Augenkontakt oder Einatmen können die Brennhaare verschiedene Reaktionen auslösen:

 

  • Anhaltender Juckreiz
  • Entzündliche Hautausschläge mit Rötungen
  • Quaddeln und Bläschen
  • Allergische Reaktionen
  • Schüttelfrost und Schwindel
  • Entzündungen der Augenbindehaut
  • Reizungen im Rachen, Halsschmerzen und Husten

 

Bei Auftreten stärkerer Beschwerden sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen und auf den Kontakt mit den Raupenhaaren hinweisen (Ärzte finden hier einen Meldebogen).


 

3. Welche Vorsichtsmaßnahmen sind zu beachten?

 

Am sichersten ist es die befallenen Gebiete zu meiden.

 

  • Wenn Sie sich trotzdem dort bewegen müssen, sollten Sie Kleidung mit langen Ärmeln und Hosenbeinen tragen. Schützen Sie empfindliche Hautbereiche wie Nacken, Hals und Unterarme.
  • Berühren Sie die Raupen und deren Gespinste (Nester) nicht, denn dort befinden sich die Allergie auslösenden Gifthaare.
  • Setzen Sie sich In der Nähe von befallenen Bäumen nicht ins Gras oder auf den Boden.
  • Achten Sie auch darauf, dass Kinder und Haustiere sich von den Nestern und den Raupen fernhalten.
  • So lange Raupennester am Baum erkennbar sind, sollten Sie dort auf Holzernte- und Pflegemaßnahmen verzichten.
  • Unter befallenen Bäumen sollten Sie keine Gartentätigkeiten wie z.B. Rasen mähen durchführen.
  • In der Nähe von befallenen Bäumen sollte Sie an windigen Tagen keine Wäsche draußen trocknen.

 

Haben Sie mit den Raupenhaaren Kontakt gehabt, sollten Sie sofort duschen, die Haare waschen und die Kleidung wechseln.


 

4. Wo kann ich einen Befall melden und wer ist zuständig für die Maßnahmen?

 

Die Verantwortung für die Einleitung der Maßnahmen (Kennzeichnung des betroffenen Bereiches, ggf. Bekämpfung durch ein Schädlingsbekämpfer) liegt grundsätzlich beim Grundstückseigentümer, auf dessen Gelände die befallenen Bäume stehen.

 

  • auf öffentlichen Flächen die jeweilige Stadt oder Gemeinde (Ansprechpartner finden Sie hier).
  • auf Privatgrundstücken der Eigentümer
  • an Bundes-/Landes- und Kreisstraßen den Landkreis Emsland, Fachbereich Gesundheit (Ansprechpartner finden Sie unten).

 

Der Befall an Bundes- und Landesstraßen wird an die zuständige Behörde weitergeleitet.

Um eine Übersicht über den diesjährigen Befall mit Eichenprozessionsspinner im Emsland zu bekommen, können Sie zusätzlich den Befall auf Privatgrundstücken gerne bei der jeweiligen Stadt bzw. Gemeinde oder dem Fachbereich Gesundheit melden. Die Meldung an den Fachbereich Gesundheit können Sie auch über ein Meldeformular vornehmen (Meldeformular finden Sie hier).


 

5. Wie lassen sich die Eichenprozessionsspinner bekämpfen?

 

Aufgrund der gesundheitlichen Gefährdung sollten die Raupen und Nester (Gespinste) ausschließlich von einem fachmännischen Schädlingsbekämpfer entfernt werden. Eine Liste der Schädlingsbekämpfer finden Sie hier.

Nester nicht selber entfernen! Das Entfernen durch Abflammen oder mit einem Wasserstrahl verteilt die Gifthaare verstärkt in die Umgebung und kann zu gesundheitlichen Schädigungen führen!


 

6. Wieso stehen an manchen Radwegen im Landkreis Emsland Warnschilder?

 

Die Schilder weisen auf einen Befall durch den Eichenprozessionsspinner hin.

Wer z.B. mit dem Rad dort vorbei fährt, sollte folgende Vorsichtsmaßnahmen beachten:

  • lange Kleidung tragen
  • nicht unnötig lange dort aufhalten
  • sich von den Raupen und Nestern fernhalten
  • Menschen, die zu starken Allergien neigen und dort regelmäßig entlang fahren, sollten sich eventuell eine Alternativstrecke suchen.

  

7. Wo erhalte ich weitere Informationen?

 

Bei gesundheitlichen Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt oder Ihrer Hausärztin, Ihren Hautarzt oder Ihrer Hautärztin.

 

Die folgenden Ansprechpartner des Fachbereichs Gesundheit erreichen Sie zu den allgemeinen Öffnungszeiten Montag bis Donnerstag: 08:30-12:30 und 14:30-16:00 Uhr; Freitag: 08:30-13:00 Uhr.

 

Frau Korfage: 05931/44-2187, stephanie.korfage@emsland.de

Frau Lake: 05931/44-1187, melina.lake@emsland.de

Frau Jansen: 05931/44-3187, karina.jansen@emsland.de

 

Weitere ausführliche Informationen erhalten Sie auch auf der Internetseite des Niedersächsischen Landesgesundheitsamtes

 

 


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