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Die Reformation im Emsland und der Grafschaft Bentheim - Ausstellung über Glaube, Religion und Region

Die Reformation im Emsland und der Grafschaft Bentheim - Ausstellung über Glaube, Religion und Region

Zur Eröffnung der neuen Sonderausstellung „Reformation und Region“ lädt das Emslandmuseum am 12.3. (So., 16 Uhr) alle Interessierten ein. Die von der Emsländischen Landschaft initiierte Ausstellung zeigt die Reformation und ihre Folgen für den Raum Emsland-Bentheim und wird vom Landschaftspräsidenten Hermann Bröring offiziell eröffnet. Den Einführungsvortrag hält Dr. Christof Spannhoff vom Institut für vergleichende Städtegeschichte an der Universität Münster. Das Café im Kutscherhaus ist am Sonntag ab 14.00 Uhr geöffnet. In insgesamt 18 Stationen schildert die neue Ausstellung die Entwicklung vom Thesenanschlag Luthers bis zur heutigen Situation der Kirchen im Emsland und der Grafschaft Bentheim. Den Ausgangspunkt bilden die früheren Kleinstaaten dieser Region, denn in der Grafschaft Bentheim, im münsterischen Emsland und in der Grafschaft Lingen verlief die Reformation aufgrund der komplizierten staatlichen Aufteilung ganz unterschiedlich. Darauf wird auch Dr. Christof Spannhoff in seinem Einführungsvortrag eingehen. Der Historiker aus dem Tecklenburger Land bearbeitet am Institut für vergleichende Städtegeschichte in Münster die Webseite „Reformation in Westfalen“, die auch das Emsland und die Grafschaft berücksichtigt. Er berichtet am Sonntag über die spektakulären Anfänge der Reformation in den Grafschaften Tecklenburg und Lingen. Den weiteren Verlauf der Reformation zeigt die Ausstellung, denn mit der lutherischen Bewegung ging es in der Region bald zu Ende. Die Grafschaften Bentheim und Tecklenburg schlugen sich rasch auf die Seite des Calvinismus und wurden zu Kernräumen der reformierten Konfession. Im münsterischen Amt Meppen sorgten die Jesuiten für die Rückwendung zum katholischen Glauben. Umstritten blieb die Situation in der Grafschaft Lingen, wo seit dem 17. Jahrhundert Katholiken und Reformierte nebeneinander lebten, freilich nicht immer friedlich. Erst im 18. Jahrhundert gründeten die wenigen versprengten Lutheraner in Lingen wieder eine lutherische Gemeinde und errichteten die heutige Kreuzkirche. Die meisten lutherischen Gemeinden im Emsland entstanden erst nach dem Zweiten Weltkrieg durch den Zuzug von evangelischen Flüchtlingen und Vertriebenen. Anhand der unterschiedlichen Glaubensgrundsätze und durch aussagekräftige Beispiele macht die Ausstellung deutlich, wie sich die Reformation auf Religion und Region, auf die Kirchen und Gemeinden, aber auch auf jeden Einzelnen auswirkte. Sie zeigt schließlich auch den Weg von der Reformationszeit bis zur heutigen konfessionellen Vielfalt der Region mit ihren zahlreichen ökumenischen Ansätzen. Die Ausstellung ist im Emslandmuseum bis zum 23. Juli täglich (außer montags) von 14.30 bis 17.30 Uhr zu sehen. Führungen gerne auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten gibt es nach Vereinbarung.

Datum: 22.07.2017 - 23.07.2017
Uhrzeit: 14:30 - 17:30

Veranstaltungsort

Emslandmuseum Lingen
Burgstraße 28b
49808 Lingen (Ems)

Veranstalter

Burgstraße 28b
49808 Lingen (Ems)
Kategorien: Kunst & Kultur