Offener Brief des Landrats 

 

Liebe Emsländerinnen, liebe Emsländer,

die Corona-Pandemie hat ihre dritte Welle erreicht. Im gesamten Bundesgebiet – aber auch leider im Landkreis Emsland – steigt die Zahl der Infizierten. Diese Entwicklung hat dazu geführt, dass es in der sogenannten Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen zu weiteren Verschärfungen gekommen ist.

 

Für den Landkreis Emsland hat dies konkrete Auswirkungen. Nachdem ich den Kreis zur Hochinzidenzkommune ausrufen musste, regelt die Verordnung automatisch, dass strengere Kontaktbeschränkungen gelten und beispielsweise das System des Terminshoppings für den Einzelhandel verboten ist. Nachdem der Landkreis die Sieben-Tage-Inzidenz von 150 weit überschritten hatte, war es ferner notwendig, u. a. eine Ausgangssperre von 21:00 Uhr bis 5:00 Uhr zu verhängen. Diese Folge sieht die Landesverordnung als sogenannte Sollvorschrift vor.

 

All diese Einschränkungen treffen die Wirtschaft, die Vereine, das soziale Miteinander und jeden Einzelnen von uns ganz persönlich. All diese Regelungen und Verbote können aber nur helfen, die dritte Welle der Pandemie zu brechen, wenn sie eingehalten werden – und hier ist jeder Einzelne von uns gefordert. Es geht um zwei Gesichtspunkte: Es ist einmal Solidarität des Einzelnen mit der Gesellschaft. Auch wenn es hart ist, ist jeder gefordert, sich an die Regeln zu halten, um die Gesundheit und das Leben anderer zu schützen. Zum anderen ist es Selbstdisziplin. Das Wort Disziplin ist nicht modern, aber es ist treffend, wenn es darum, auch harte Maßnahmen zum Wohl der Gemeinschaft zu akzeptieren.

 

Ich bitte Sie daher, seien Sie solidarisch und selbstdiszipliniert.

 

Das Osterfest ist ein Fest der Hoffnung. Lassen Sie uns hoffen, dass die Pandemie bald überwunden ist. Im Emsland wurden mittlerweile gut 40.000 Menschen geimpft. Wir könnten mehr impfen, wenn wir mehr Impfstoff hätten. Aber zumindest geht es mit dem Impfen voran. Mit einer steigenden Durchimpfung der Bevölkerung und einem von der Bundesregierung angekündigten Testregime sollte es möglich sein – hoffentlich schrittweise zur Normalität zurückzukehren. Das Hangeln von einem harten Lockdown zum anderen ist letztlich nicht dauerhaft durchzuhalten.

 

Liebe Emsländerinnen und Emsländer,
die Pandemie zu bekämpfen ist nicht einfach und letztlich eine Gemeinschaftsaufgabe. Allen, die sich bei der Bekämpfung der Pandemie einbringen – aktiv in ihrem beruflichen Umfeld, ehrenamtlich bei der Unterstützung derer, die Hilfe brauchen, oder einfach nur privat, in dem sie Kontakte meiden, danke ich ganz herzlich.

Uns allen wünsche ich ein gesegnetes und frohes Osterfest

 

Ihr Marc André Burgdorf

Landrat