Corona: Häufige Fragen und Antworten

Hier finden Sie eine Übersicht häufiger Fragen und Antworten, die rund um das Corona-Geschehen von Bürgerinnen und Bürgern gestellt werden. 

 

 

Fragen zu Alltag, Freizeit und Betreuung

Aktuell gilt die Niedersächsische Verordnung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus (geänderte Fassung gültig seit dem 26. Juni 2020). Das Land Niedersachsen setzt damit seinen "Niedersächsischen Weg hin zu einem neuen Alltag mit Corona" um, der verschiedene Lockerungsstufen vorsieht.

 

Allgemeine Fragen beantwortet das Land in seinem FAQ, darüber hinaus hat das Land Niedersachsen häufige Fragen & Antworten nach Themengebieten aufgelistet. Hier gelangen Sie zu den einzelnen Bereichen:

 

 

 

Mund-Nasen-Schutz ("Maskenpflicht")

 

  • Muss ich ab sofort einen Mundschutz tragen?

Ja und zwar im ÖPNV und beim Einkaufen muss eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Hintergrund ist, dass das Corona-Virus SARS CoV-2, das die Erkrankung COVID-19 auslöst, beim Sprechen, Husten und Niesen über die Atemluft in die Umgebung gelangt. Eine Mund-Nasen-Bedeckung soll daher als mechanische Barriere bzw. Bremse dienen. Das Land Niedersachsen begründet und erläutert die Maskenpflicht hier

 

  • In welchen Situationen muss ich eine Maske tragen?

Die Pflicht, den Mund-Nasen-Schutz einzusetzen, gilt seit dem 27.04.2020 im Öffentlichen Personennahverkehr (z.B. Bus oder Bahn) sowie beim Einkaufen im Einzelhandel.

 

  • Wer muss eine Maske tragen?

Die Verordnung des Landes legt fest, dass Kinder bis zum vollendeten 6. Lebensjahr von der Maskenpflicht ausgenommen sind. Auch wenn bestimmte Erkrankungen vorliegen, die das Tragen einer Maske nicht erlauben, gilt die Maskenpflicht nicht. Den konkreten Wortlaut der Landesverordnung finden Interessierte hier.

 

  • Welche Masken gibt es und wie sind diese zu tragen?

Einen Überblick über die verschiedenen Typen von Masken gibt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung in ihrem Merkblatt zum Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen.

 

  • Ich habe noch keine Maske, wo kann ich eine bekommen?

Professionelle Atemschutzmasken sind dem medizinischem Personal vorbehalten. Aber auch die Alltagsmasken sind aufgrund der hohen Nachfrage derzeit nicht überall erhältlich, gleichwohl lohnt es sich, z.B. in der örtlichen Apotheke oder Drogerie nachzufragen. Grundsätzlich hat die niedersächsische Gesundheitsministerin Reimann aber ausdrücklich betont, dass als Mund-Nasen-Bedeckung auch ein Halstuch oder ein Schal zum Einsatz kommen dürfen.

 

  • Helfen selbst genähte Mundschutzmasken?

Auch diese Masken schützen davor, dass die Körperflüssigkeiten nicht weiter verteilt werden. Es empfiehlt sich für den Privatgebrauch Masken aus Stoff zu verwenden, um die Ressourcen an zertifizierten Masken für die Krankenhäuser und weitere medizinische Bereiche zu schonen. Stoffmasken sind regelmäßig und ordnungsgemäß zu reinigen (entweder in der Waschmaschine oder im Backofen).

 

  • Kann ich eine Maske auch selbst basteln oder nähen?

Ja. Dazu existieren vielfältige Anleitungen, Video-Tutorials, Schnittmuster etc. im Internet. Ein Beispiel für eine einfache Maske bietet etwa der Hausärzteverband Niedersachsen oder die Stadt Essen mit ihrer Nähanleitung.

 

 

Hygiene, Verhaltensweisen etc.

Hygienemaßnahmen und Verhaltensweisen hat das Land Niedersachsen noch einmal zusammengefasst

 

  • Wie kann ich mich und andere schützen?

Das neuartige Coronavirus ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Der Hauptübertragungsweg scheint die Tröpfcheninfektion zu sein. Diese Übertragung kann direkt von Mensch zu Mensch erfolgen, wenn Virushaltige Tröpfchen an die Schleimhäute der Atemwege gelangen. Wie bei Influenza und anderen Atemwegserkrankungen schützen daher das Einhalten der Husten- und Niesregeln, eine gute Händehygiene sowie Abstandhalten zu Erkrankten (etwa 1 bis 2 Meter) auch vor einer Übertragung des neuartigen Coronavirus. Auch auf das Händeschütteln sollte verzichtet werden.
Generell sollten Menschen, die Atemwegssymptome, d. h. Krankheitszeichen im Bereich der Atemwege haben, nach Möglichkeit zu Hause bleiben. Weitere Informationen dazu gibt es zum Beispiel unter www.infektionsschutz.de.

 

  • Was ist eine Kontaktperson?

Dies sind Personen, die persönlichen Kontakt („face-to-face“) mit einer infizierten Person hatten. Kontaktpersonen haben je nach Art und Dauer des Kontaktes ein erhöhtes Risiko sich infiziert zu haben.
Das Robert-Koch-Institut empfiehlt eine Quarantäne, wenn insgesamt mindestens 15 Minuten mit dem Infizierten von Angesicht zu Angesicht gesprochen wurde, der Infizierte geküsst wurde oder dergleichen. Hierauf nimmt der Landkreis Emsland in seinen Entscheidungen Bezug.
Hatten Sie weniger Kontakt zum Infizierten, sollten Sie sich auf jeden Fall selbst beobachten.

 

  • Was bedeutet die "häusliche Quarantäne"?

Das Gesundheitsamt kann Personen verpflichten, den Ort nicht zu verlassen. Die Quarantäne ist wichtig. Sie dient Ihrem Schutz und dem Schutz von uns allen. Sie soll vor Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus und die Verbreitung der Erkrankung verhindern. Das bedeutet, dass Sie Ihr Haus/Ihre Wohnung nicht mehr verlassen dürfen. Sie kann aber auch eine Belastung sein, denn sie schließt potenziell erkrankte Personen von der Teilnahme am sozialen Leben weitgehend aus. Wichtige soziale Ressourcen, wie sie das Berufs- oder Familienleben bieten, sind reduziert.

Hinweis: Wenn Sie einen Balkon oder einen Garten haben, dürfen Sie diesen nutzen, sofern Sie keinen persönlichen Kontakt mit Ihren Nachbarn haben. Praktische Tipps bei häuslicher Quarantäne erhalten Sie hier.

 

  • Wo bekomme ich als Privatperson Desinfektionsmittel?

Bei dem neuen Coronavirus reicht ein gründliches Händewaschen mit haushaltsüblicher Seife aus. Insofern ist es für die allermeisten Menschen unnötig, sich mit Desinfektionsmittel einzudecken. Sollten Sie aufgrund einer Erkrankung zu Hause Desinfektionsmittel benötigen, sprechen Sie die Apotheken im Umkreis an.

 

  • Nachbarschaftshilfe: Darf ich die Einkäufe für meinen Nachbarn erledigen?

Wenn Sie für ältere Menschen/Risikogruppen den Einkaufsdienst übernehmen möchten benötigen Sie dazu keine Genehmigung von unserem Gesundheitsamt. Die Nachbarschaftshilfe ist ausdrücklich erwünscht, um gefährdete Gruppen vor dem Coronavirus zu schützen.
Zu beachten ist allerdings, dass die Einkäufe vor die Tür gestellt werden und auch das Geld nicht direkt übergeben wird, sondern z.B. in einem Briefumschlag vor der Tür liegt. Auch das beliebte und sicherlich wertvolle Gespräch bei einem Kaffee muss ausfallen. Ein kurzes „Hallo“ über ein Fenster aus einzuhaltender Entfernung ist momentan kein Problem. Herzlichen Dank für Ihren Einsatz!

 

  • Coronahilfe: Ich benötige Unterstützung beim Einkauf/Ich habe Zeit und kann Hilfe anbieten.

Dann schauen Sie beim Ehrenamtsservice vorbei. Hier finden Sie eine Auflistung von ehrenamtlichen Angeboten in der Corona-Krise: Coronahilfe - gemeinsam engagiert im Emsland

 

  • Ich habe Sorgen, mit wem kann ich sprechen?

Da aufsuchende Hilfen und persönliche Kontakte im Moment nicht möglich sind fühlen sich Menschen mit ihren wachsenden Sorgen und Ängsten allein gelassen. Ansprechpartner kann hier der Sozialpsychiatrische Dienst sein, der eine telefonische Beratung in psychischen Krisen und Belastungssituationen übernimmt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind unter den Rufnummern 05931/44-1171, 0591/84-3323 und 04962/501-3101 zu erreichen.

 

 

Quarantäne & Testungen

 

  • Ich befürchte an Corona erkrankt zu sein. Wo muss ich mich melden?

Bitte kontaktieren Sie hierfür telefonisch Ihre Hausarztpraxis. Diese wird alles Weitere in die Wege leiten, z.B. falls erforderlich einen Abstrich. Den Ablauf zum Testzentrum finden Sie hier.

  

  • Wann werde ich unter Quarantäne gestellt?

Die Quarantäne wird angeordnet, wenn Sie Kontakt zu einem COVID-19-Erkrankten hatten. Damit zählen Sie zu den Personen, die ansteckungsverdächtig bzw. krankheitsverdächtig sind.

 

  • Was geschieht mit meiner Familie (u. Haustier), wenn ich unter Quarantäne gestellt werde?

Das soziale Leben wird durch die Quarantäne erheblich reduziert. Bleiben Sie mit Familie und Freunden in Kontakt, z.B. über Telefon und soziale Medien. Sollten Sie selbst infiziert sein, werden die in Ihrem Haushalt lebenden Personen regelmäßig Kontaktpersonen sein und mit Ihnen unter Quarantäne gestellt.
Sollten Sie hingegen aufgrund Ihrer Reise und den Krankheitssymptomen oder aufgrund Ihres Kontaktes zu einer infizierten Person unter Quarantäne gestellt worden sein, sind die anderen in Ihrem Haushalt lebende Personen nicht zugleich auch unter Quarantäne gestellt. In jedem Fall sind strenge Abstandsregeln einzuhalten.
Wenn Sie einen Hund als Haustier haben, so bitten Sie Freunde oder Nachbarn, mit ihm für die Zeit der Quarantäne ihn zur Versorgung aufzunehmen oder zumindest mit ihm spazieren zu gehen.

 

  • Ist die medizinische Versorgung während meiner Quarantäne sichergestellt, z. B. durch Hebamme, Altenpfleger?

Benötigen Sie weitere medizinische Hilfe während der Quarantäne, kontaktieren Sie diese bitte zunächst telefonisch und weisen Sie auf die Quarantänesituation hin. Das medizinische Personal darf Sie in adäquater Schutzbekleidung aufsuchen. 

 

  • Der Test ist negativ: Warum muss ich weiterhin in Quarantäne?

Ein negativer Test z.B. am 4. Tag bedeutet nicht, dass die Symptome nicht doch noch am 8. Tag auftreten können. Symptome können vom 1. bis zum 14. Tag auftreten, daher ist es wichtig, auch weiterhin die Quarantäne einzuhalten.

 

 

Für medizinisches Personal/Hausarztpraxen

 

  • Dürfen Ergo-, Physiotherapeuten in Alten-, Pflegeheimen und Krankenhäusern bei infizierten Personen tätig sein?

Das medizinische Personal darf in adäquater Schutzbekleidung und unter Einhaltung der aktuellen Hygienevorschriften seiner Tätigkeit nachgehen. Beispiel Hebammen: Mit Mund-Nasen-Schutz und Schutzkleidung kann z.B. die Geburt begleitet werden.

 

  • Kann ich vom Landkreis Desinfektionsmittel und weiteres Schutzmaterial erhalten?

Für begründete Verdachtsfälle können zwei Anzüge, eine Maske sowie eine Schutzbrille pro Mediziner herausgegeben werden. Die Schutzbrille soll jedoch wieder zurückgegeben werden. Nach zuvor erfolgter Terminabsprache können die Materialien beim Gesundheitsamt abgeholt werden.

 

  • Wie kann ein Patient beim Testzentrum auf eine mögliche Corona-Infektion getestet werden?

Zunächst entscheidet die Hausarztpraxis nach telefonischem Kontakt mit dem Betroffenen, ob ein Abstrich erforderlich ist. Wenn ein Abstrich erforderlich ist, ist der Patient aufgefordert, zuhause zu bleiben. Für die Praxis ergibt sich folgender Ablauf:

  • Der Hausarzt wendet sich an die zentrale Annahmestelle für die Testzentren beim Landkreis Emsland (die Durchwahl erhalten Arztpraxen über das Bürgertelefon) und gibt die Patientendaten samt der Telefonnummer des Patienten durch, außerdem faxt er den notwendigen Überweisungsschein (Muster 10) zu.

  • Die zentrale Annahmestelle ruft den Patienten an und teilt den möglichen Termin für den Rachenabstrich im Testzentrum mit, das zu den Öffnungszeiten mit einer Medizinischen Fachangestellten und einer Ärztin oder einem Arzt besetzt ist.

  • Das Abstrichergebnis wird vom Labor an die Hausarztpraxis des Patienten übermittelt. Die Ergebnisse des Tests werden den Patienten telefonisch vom Hausarzt mitgeteilt, was aufgrund bundesweit beschränkter Laborkapazitäten derzeit bis zu 72 Stunden dauern kann. Bis dahin müssen die Personen in häuslicher Isolation verbleiben.

  • Bei positivem Testergebnis regelt das Gesundheitsamt das weitere Vorgehen.

Ein Video zum Vorgehen im Testzentrum finden Sie hier.

 

 

Arbeit & Unternehmen

Aktuelle Informationen zum Thema wirtschaftliche Hilfen, Kurzarbeit usw. können die Kolleginnen und Kollegen von der Wirtschaftsförderung und Emsland GmbH geben. Hier finden Sie Informationen und Kontaktdaten. 

 

 

Zur Beantwortung übergeordneter Fragen wurden verschiedene Quelle herangezogen: www.infektionsschutz.de, www.rki.de, www.niedersachsen.de/coronavirus, www.bundesregierung.de