Der Ablauf im Impfzentrum Emsland 

 

Wenn Sie über die Impf-Hotline des Landes Niedersachsen (0800 9988665) oder das Onlineportal des Landes (www.impfportal-niedersachsen.de) Ihren Impftermin im Impfzentrum Papenburg oder Lingen (Ems) buchen konnten, erfahren Sie hier, was auf Sie zukommt und was Sie ggf. beachten sollten.

 

 

 

Bringen Sie zum Impftermin bitte folgende Unterlagen mit:

 

  • Ihre Terminbestätigung des Landes Niedersachsen,

 

  • Ihren Personalausweis,

 

  • Ihren Impfausweis (sofern vorhanden).

 


Für einen reibungslosen Ablauf empfehlen wir, pünktlich zum Termin zu erscheinen - also natürlich nicht zu spät, aber auch nicht wesentlich zu früh. Auch ist es ratsam, sich nur von einer Person (und nicht von einer ganzen Gruppe) begleiten zu lassen. 

 

 

Zur schnellen Abwicklung Ihres Impftermins und zur bestmöglichen Vorbereitung auf das Impfgespräch möchten wir Sie bitten, dass Sie ebenfalls den ausgefüllten Anamnesebogen des RKI sowie das Merkblatt des RKI vorab durchlesen und mitbringen.

    

Sie finden die Unterlagen immer in der aktuellsten Fassung auf den Seiten des Robert-Koch-Institutes:

 

 


 

In diesem 3-minütigen Erklärvideo erläutern wir den konkreten Ablauf, der Sie im Impfzentrum erwartet:   

 

 

 


Hier finden Sie eine Reihe der Fragen, die in den Impfgesprächen besonders häufig gestellt wurden und die wir hier gerne zur Vorbereitung Ihres Impfgespräches vorab beantworten (Stand: 19.03.2021):

 

Mit welchen unerwünschten Wirkungen („Nebenwirkungen“) ist nach einer Impfung gegen COVID-19 zu rechnen?

Bei mehr als jedem 10. der mit mRNA-Impfstoff (Fa. BionTech/Pfizer und Moderna) gegen das Coronavirus Geimpften muss für einige Tage mit Symptomen als Ausdruck der vom Impfstoff ausgelösten Immunreaktion („Abwehrreaktion“) gerechnet werden, wie sie auch bei einfachen Infektionen mit Aktivierung des Immunsystems zu beobachten sind. Dazu gehören Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Unwohlsein, Übelkeit, Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen, Schüttelfrost, Fieber und Durchfall sowie leichte Schmerzen an der Einstichstelle. Der Impfstoff von AstraZeneca als sog. Vektorimpfstoff enthält ein nicht mehr vermehrungsfähiges Virus, das den Bauplan für die Produktion eines Oberflächenproteins („Spikeprotein“) des Coronavirus in die menschliche Zellen transportiert. Bei diesem Impfstoff ist die Immunantwort stärker und die die genannten Begleitwirkungen der Impfung treten stärker und bei einem größeren Prozentsatz der Geimpften auf. Im Vordergrund stehen die Symptome „Grippegefühl“ und Fieber, sodass dann durch Einnahme von symptomlindernden Medikamenten (z. B. 6 Tabl. Paracetamol 500 mg oder 3 x 600 mg Ibuprofen in 24 Std.) eine deutliche Linderung zu erreichen ist. Da diese Beschwerden als Impfreaktionen zu erwarten sind, besteht keine Meldepflicht, eine ärztliche Konsultation ist bei den deutlich selteneren, länger anhaltenden und gravierenden Symptomen erforderlich. Die Impfreationen sind bei den mRNA-Impfstoffen nach der Zweitimpfung in stärkerer Ausprägung zu beobachten. Rückmeldungen zu Impfreaktionen nach Impfung mit Moderna-Impfstoff zeigen bei einzelnen Impflingen eine mit mehrtägigem Intervall auftretende allergische Spätreaktion mit Schwellung und Entzündungszeichen am Impfarm. Diese Spätreaktion schließt eine Zweitimpfung nicht aus und geht spontan oder mit antientzündlicher Therapie zurück.

Ist mit allergischen Reaktionen bei der Impfung gegen COVID-19 zu rechnen?

Bei jeder Aufnahme von Nahrungsmitteln, Pollen, Insektengiften, Medikamenten oder Impfstoffen in den Körper oder bei Hautkontakt kann es zu allergischen Reaktionen kommen. Daher sind auch bei der COVID-19-Impfung allergische Reaktionen möglich. Es handelt sich meistens um kurzzeitige lokale Überempfindlichkeitsreaktionen im Bereich der Impfstelle am Oberarm. Schwere allergische Reaktionen im gesamten Körper (Anaphylaxie) sind sehr selten (etwa 1 bis 10 auf 1 Mio. Impfungen). Schwerere Reaktionen treten meist kurz nach der Impfung auf, daher ist immer eine Überwachung für mind. 15 Minuten und bei allergischen Reaktionen in der Vorgeschichte (siehe: „Dürfen Patientinnen und Patienten mit bekannter Allergie geimpft werden?“) von mind. 30 Minuten erforderlich.

Welche seltenen Impfnebenwirkungen können auftreten und gibt es Langzeitfolgen?

Sehr seltene Nebenwirkungen (seltener als 1:10000) zeigen sich der erst bei der sehr großen Zahl jetzt durchgeführter Impfungen. Schwere und lebensbedrohliche Nebenwirkungen sowie Todesfälle im zeitlichen Zusammenhang mit der COVID-19-Impfung werden derzeit eingehend untersucht, bis zum heutigen Tage (27.03.2021) wurde keine Verursachung durch Covid-19- Impfungen sicher belegt. Auch die schwer verlaufenden, nach Impfung mit AstraZenecaImpfstoff aufgetretenen speziellen Formen von Thrombosen (Sinusvenenthrombosen) bei gleichzeitig verminderter Thrombozytenzahl, vornehmlich bei Frauen jüngeren und mittleren Alters, wurden intensiv untersucht. Bei bislang nicht sicher belegtem kausalen Zusammenhang und sehr seltenem Auftreten (< 1:100.000) darf der Impfstoff ohne Einschränkungen weiter eingesetzt werden. Engmaschige Untersuchungen sollen Risikokonstellationen identifizieren, um gezielte Empfehlungen aussprechen zu können. Bei den Impfstoffzulassungsstudien kam es selten zu vorübergehenden Nervenfunktionsstörungen, Todesfälle wurden nicht beobachtet, schwere und lebensbedrohliche Nebenwirkungen traten in der Gruppe der Geimpften nicht häufiger auf als bei der nicht geimpften Kontrollgruppe. Zu Langzeitfolgen liegen noch keine definitiven Ergebnisse vor, sie sind aber bei dem Wirkprinzip der Impfstoffe und nach den bisherigen Erfahrungen nicht zu erwarten.

Kann die Fahrtüchtigkeit durch die Impfung gegen COVID-19 beeinträchtigt werden?

Die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen können durch das Auftreten von Impfnebenwirkungen beeinträchtigt werden, sodass bis zum Abklingen der Symptome abgewartet werden soll, bevor Fahrzeuge oder Maschinen gelenkt oder bedient werden.

Dürfen Personen geimpft werden, die regelmäßig Medikamente einnehmen müssen?

Zu Wechselwirkungen mit Medikamenten können derzeit keine verlässlichen Aussagen gemacht werden. Hinweise auf schädliche Wechselwirkungen gibt es nicht, sodass ärztlich verordnete Medikamente weiter eingenommen werden sollen.

Dürfen Personen mit gerinnungshemmenden Medikamenten oder Blutgerinnungsstörungen die Impfung gegen Covid-19 in den Muskel erhalten?

Die Wirkungsweise der aller Impfstoffe gegen COVID-19 erfordert eine intramuskuläre (i.m.) Injektion – auch bei Einnahme von Gerinnungshemmern oder Blutgerinnungsstörungen. In den Impfzentren des Landkreises Emsland wird ausschließlich mit einer feinen Injektionskanüle (23 Gauge) geimpft. Bei verminderter Blutgerinnung ist ein mehrminütiger Druck auf die Einstichstelle erforderlich. Sollte es dennoch zu Einblutungen in den Impfmuskel oder nach außen kommen, ist eine umgehende ärztliche Untersuchung erforderlich.

Dürfen Personen mit chronischen Erkrankungen, einer Immunschwäche oder einer immunsuppressiven Behandlung gegen Covid-19 geimpft werden?

Personen mit chron. Erkrankungen sind durch eine Covid-Erkrankung in der Regel deutlich mehr gefährdet als Gesunde. Daher ist gerade dieser Personengruppe die Impfung zu empfehlen, da das Nutzen-Risikoverhältnis hier besonders hoch zu werten ist. Das gilt auch für Patienten, die an einer Immunschwäche leiden oder immunsuppressiv behandelt werden. Möglicherweise sind in diesen Fällen die Immunantwort und damit die Schutzwirkung der Impfung geringer. Patienten unter oder nach einer Tumorbehandlung profitieren ebenfalls von einer Impfung gegen COVID-19, sodass sie nicht von einer Impfung auszuschließen sind. Eine Konsultation Ihres behandelnden Arztes in besonderen Fällen (z. B. bei Z. n. Knochenmarkstransplantation oder deutlicher Erniedrigung der weißen Blutzellen im Blutbild) ist vor Durchführung der Impfung zu empfehlen.