Der Ablauf im Impfzentrum Emsland 

 

Wenn Sie über die Impf-Hotline des Landes Niedersachsen (0800 9988665) oder das Onlineportal des Landes (www.impfportal-niedersachsen.de) Ihren Impftermin im Impfzentrum Papenburg oder Lingen (Ems) buchen konnten, erfahren Sie hier, was auf Sie zukommt und was Sie ggf. beachten sollten.

 

 

 

Bringen Sie zum Impftermin bitte folgende Unterlagen mit:

 

  • Ihre Terminbestätigung des Landes Niedersachsen,

 

  • Ihren Personalausweis,

 

  • Ihren Impfausweis (sofern vorhanden).

 


Für einen reibungslosen Ablauf empfehlen wir, pünktlich zum Termin zu erscheinen - also natürlich nicht zu spät, aber auch nicht wesentlich zu früh. Auch ist es ratsam, sich nur von einer Person (und nicht von einer ganzen Gruppe) begleiten zu lassen. 

 

Zur schnellen Abwicklung Ihres Impftermins und zur bestmöglichen Vorbereitung auf das Impfgespräch möchten wir Sie bitten, dass Sie ebenfalls

 

 

 


 

In diesem 3-minütigen Erklärvideo erläutern wir den konkreten Ablauf, der Sie im Impfzentrum erwartet:   

 

 

 


Hier finden Sie eine Reihe der Fragen, die in den Impfgesprächen besonders häufig gestellt wurden und die wir hier gerne zur Vorbereitung Ihres Impfgespräches vorab beantworten (Stand: 16.02.2021):

 

Mit welchen unerwünschten Wirkungen („Nebenwirkungen“) ist nach einer Impfung gegen COVID-19 zu rechnen?

Bei mehr als jedem 10. der mit mRNA-Impfstoff (Fa. BionTech/Pfizer und Moderna) gegen das Coronavirus Geimpften muss für einige Tage mit Symptomen als Ausdruck der vom Impfstoff ausgelösten Immunreaktion („Abwehrreaktion“) gerechnet werden, wie sie auch bei einfachen Infektionen mit Aktivierung des Immunsystems zu beobachten sind. Dazu gehören Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Unwohlsein, Übelkeit, Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen, Schüttelfrost, Fieber und Durchfall sowie leichte Schmerzen an der Einstichstelle. Der Impfstoff von AstraZeneca als sog. Vektorimpfstoff enthält ein nicht mehr vermehrungs-fähiges Virus, das den Bauplan für die Produktion eines Oberflächenproteins („Spikeprotein“) des Coronavirus in die menschliche Zellen transportiert. Bei diesem Impfstoff ist die Immunantwort stärker und die die genannten Begleitwirkungen der Impfung treten stärker und bei einem größeren Prozentsatz der Geimpften auf. Da diese Beschwerden als Impfreaktionen zu erwarten sind, besteht keine Meldepflicht, eine ärztliche Konsultation ist bei den deutlich selteneren, länger anhaltenden und gravierenden Symptomen erforderlich.

Ist mit allergischen Reaktionen bei der Impfung gegen COVID-19 zu rechnen?

Bei jeder Aufnahme von Nahrungsmitteln, Pollen, Insektengiften, Medikamenten oder Impfstoffen in den Körper oder bei Hautkontakt kann es zu allergischen Reaktionen kommen. Daher sind auch bei Impfung gegen COVID-19 allergische Reaktionen möglich. Es handelt sich in den meisten Fällen um kurzzeitige lokale Überempfindlichkeitsreaktionen im Bereich der Impfstelle am Oberarm. Schwere allergische Reaktionen im gesamten Körper (Anaphylaxie) sind sehr selten, man geht von einer Häufigkeit von 1 bis 10 Fällen auf 1 Mio. Impfungen aus. Schwerere Reaktionen treten meist kurz nach der Impfung auf, daher ist immer eine Überwachung für mind. 15 Minuten und bei allergischen Reaktionen in der Vorgeschichte (siehe: „Dürfen Patientinnen und Patienten mit bekannter Allergie geimpft werden?“) eine Überwachung von mind. 30 Minuten erforderlich.

Welche seltenen Impfnebenwirkungen können auftreten und gibt es Langzeitfolgen?

Sehr seltene Nebenwirkungen (seltener als als jede 10000. Impfung) zeigen sich zuverlässig erst nach einer sehr großen Zahl von Impfungen, wie sie jetzt in der ganzen Welt durchgeführt werden. Schwere und lebensbedrohliche Nebenwirkungen und auch Todesfälle im zeitlichen Zusammenhang mit der COVID-19-Impfung werden derzeit auf ihren ursächlichen Zusammenhang untersucht, bis zum heutigen Tage (16.02.2021) wurde keine Verursachung durch Covid-19-Impfungen festgestellt. In der Phase der Zulassungsprüfung des Impfstoffs kam es selten zu vorübergehenden Nervenfunktionsstörungen, Todesfälle wurden nicht beobachtet, schwere und lebensbedrohliche Nebenwirkungen traten in der Gruppe der Geimpften nicht häufiger auf als bei der Kontrollgruppe, die keinen Impfstoff erhalten hatte.

Kann die Fahrtüchtigkeit durch die Impfung gegen COVID-19 beeinträchtigt werden?

Die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen können durch das Auf- treten von Impfnebenwirkungen beeinträchtigt werden, sodass bis zum Abklingen der Symp- tome abgewartet werden soll, bevor Fahrzeuge oder Maschinen gelenkt oder bedient werden.

Dürfen Personen geimpft werden, die regelmäßig Medikamente einnehmen müssen?

Zu Wechselwirkungen mit einer bestehenden Medikation von Impflingen können derzeit keine verlässlichen Aussagen gemacht werden. Es gibt aber auch keine Hinweise auf schädliche Wechselwirkungen, sodass ärztlich verordnete Medikamente weiter eingenommen werden sollen.

Dürfen Personen mit gerinnungshemmenden Medikamenten oder Blutgerinnungsstörungen die Impfung gegen Covid-19 in den Muskel erhalten?

Die Wirkungsweise der mRNA-Impfstoffe und des Vektor-Impfstoffes von AstraZeneca gegen COVID-19 erfordert eine intramuskuläre (i.m.) Injektion – auch bei Einnahme von Gerinnungshemmern oder Blutgerinnungsstörungen. In den Impfzentren des Landkreises Emsland wird ausschließlich mit einer feinen Injektionskanüle (23 Gauge) geimpft. Bei Einschränkung der Blutgerinnung sind ein mehrminütiger Druck auf die Einstichstelle und eine Überwachung für 30 Minuten erforderlich.

Dürfen Personen mit chronischen Erkrankungen, einer Immunschwäche oder einer immunsuppressiven Behandlung gegen Covid-19 geimpft werden?

Personen mit chron. Erkrankungen sind durch eine Covid-Erkrankung in der Regel deutlich mehr gefährdet als Gesunde. Daher ist gerade dieser Personengruppe die Impfung zu empfehlen, da das Nutzen-Risikoverhältnis hier besonders hoch zu werten ist. Das gilt auch für Patienten, die an einer Immunschwäche leiden oder immunsuppressiv behandelt werden. Möglicherweise sind in diesen Fällen die Immunantwort und damit die Schutzwirkung der Impfung geringer. Patienten unter oder nach einer Tumorbehandlung profitieren ebenfalls von einer Impfung gegen COVID-19, sodass sie nicht von einer Impfung auszuschließen sind.

Welche Personen dürfen nicht gegen COVID-19 geimpft werden?

Bei Vorliegen einer Schwangerschaft und bei unter 16-Jährigen (beim Moderna- und AstraZeneca-Impfstoff unter 18-Jährigen) ist derzeit von einer Covid-19-Impfung abzusehen. Es gibt bislang zu wenig Erfahrung bei Impfungen bei dieser Personengruppe. Es gibt aber auch keine Hinweise, dass eine Impfung in diesen Fällen zu Schäden bei den Impflingen und im Falle einer Schwangerschaft zu Komplikationen bei Mutter und Kind geführt hat. Bei einem fieberhaften Infekt und Fieber über 38,5 °C oder einer anderen Impfung in den letzten 14 Tagen vor der COVID-19-Impfung soll nicht geimpft werden.

In welchem Umfang und wie lange ist man nach der Impfung gegen COVID-19 geschützt?

Etwa 1 Woche nach der 2. Impfung ist bei dem Impfstoff Comirnaty® von BioNTech/Pfizer die Wahrscheinlichkeit einer COVID-19-Erkrankung im Vgl. zu Nichtgeimpften um 95% geringer. Zur Dauer des Impfschutzes und ob die Impfung auch eine symptomarme oder symptomlose Infektion verhindert, ist noch nicht völlig geklärt, daher gelten alle Vorsichtsmaßnahmen (Abstand, Tragen von medizinischen oder FFP2-Masken) sowie Teststrategien (Antigen- und PCR-Test) unverändert bis zum Vorliegen weiterer Erkenntnisse.

Warum wird in Deutschland der AstraZeneca-Impfstoff nicht für Personen ab 65 Jahren verimpft?

Die Zulassungsstudien für den AstraZeneca-Impfstoff erfassten nur wenige Probanden in dieser Altersgruppe, sodass sich die Ständige Impfkommission (STIKO) beim Robert-Koch-Institut (RKI) entschlossen hat, diesen Impfstoff ausschließlich für unter 65-Jährige zu empfehlen.