1. Emsländische Klimakonferenz

1. Emsländische Klimakonferenz setzt Zeichen

„Deutliches Signal für kommunales Handeln“

„Mit dieser Konferenz und Ihren Anstrengungen davor und danach erregen Sie die Aufmerksamkeit in Berlin“, betonte Staatssekretär Jürgen Becker in seinem Impulsreferat zu Beginn der 1. Emsländischen Klimakonferenz, die am Dienstag, den 1. Juni 2010, stattfand. Vertreter der regionalen Politik, der Wirtschaft und Bürger hatten sich in den BBS Meppen getroffen, um das Thema Klimaschutz auf lokaler Ebene zu behandeln. „Städte, Gemeinden und Bürger wollen wir bei unseren Anstrengungen für den Klimaschutz mitnehmen“, sagte Landrat Hermann Bröring bei der Eröffnung der Konferenz. Die Veranstaltung, an der rund 230 Personen teilnahmen, sei vor allem eines: „ein deutliches Signal, dass wir handeln“.

Dass es dafür höchste Zeit sei, machte Staatssekretär Becker deutlich und betonte die Bedeutung der Kommunen hierbei. Klimaschutz sei abhängig vom Einzelnen, der Staat könne dies nicht allein leisten. Er müsse national, regional und lokal in den Kommunen ambitionierte Projekte unterstützen und honorieren, führte der Staatssekretär aus. Vieles, was im Hinblick auf eine Verringerung des CO2-Ausstoßes zu tun sei, sei im Emsland bereits „Allgemeingut“, stellte er fest.

Dies machte auch die anschließend präsentierte Energie- und CO2-Bilanz deutlich. Als Startpunkt für alle Klimaschutzziele und zukünftigen Maßnahmen des Landkreises Emsland gedacht, bestätigte die Bilanz, dass der Landkreis Emsland bereits seiner Vorbildfunktion in Sachen Klimaschutz gerecht wird. Die Bilanzergebnisse zeigten, dass der Landkreis Emsland aufgrund seiner Strukturen zwar energieintensiv ist, aber den Energieverbrauch in 2008 im Vergleich zu 2005 bereits um 3,3% gesenkt hat und damit auch die CO2-Emissionen um 3,4% reduzieren konnte. „Erste Maßnahmen greifen“, sagte Reiner Tippkötter von infas enermetric, der die Bilanz erläuterte. Besonders erwähnenswert auch die Tatsache, dass 42,5% des Gesamtstromverbrauchs in 2008 durch regenerative Energien gedeckt worden seien. „Das Ziel der Bundesregierung ist bereits erfüllt. Der Landkreis Emsland ist schon in 2020 angekommen“, verwies Tippkötter auf die von Staatssekretär Becker genannte Zielsetzung der Bundesrepublik, bis 2020 die Treibhausgasemission um 40% gegenüber 1990 senken zu wollen.

Die anschließenden Foren boten viel Raum für Diskussionen. In ihnen ging es um kommunale Aktivitäten im Klimaschutz, um die Zukunft erneuerbarer Energien im Emsland, um eine klimafreundliche Arbeitswelt und um den Beitrag, den jeder einzelne zum Klimaschutz leisten kann. Die Ergebnisse der Diskussion seien Wegweiser des politischen Handelns, an denen sich der Landkreis Emsland zukünftig messen lassen müsse, hatte der Landrat bereits zu Beginn der Veranstaltung gesagt. Die Weiterentwicklung der Arbeitsaufträge, sei es eine erhöhte Transparenz des Energieverbrauchs von Schulen zu schaffen oder die CO2-Reduktionszertifikaten für private Haushalte neu aufzulegen, sei eine fortlaufende Aufgabe des Landkreises. Beim Klimaschutz sei niemals ein status quo erreicht. Bröring sicherte einen Zwischenbericht vor dem Kreistag zu: „Dort geben wir Rechenschaft ab, was wir erreichen konnten und was nicht“. Bröring stellte ebenfalls eine 2. Klimakonferenz in Aussicht.

Am Rand der Konferenz war ebenfalls die geplante Gründung einer Energieeffizienzagentur bekannt gegeben worden. An ihr beteiligen sich gemeinsam mit dem Landkreis Emsland der Wirtschaftsverband Emsland, die Sparkassen, Volksbanken im Emsland, RWE Rheinland Westfalen Netz AG, EWE und die Fachhochschule Lingen. Ziel ist die Beratung kleiner und mittelständischer Unternehmen, die ihre Energieeffizienz verbessern möchten.



Den detaillierten Programmablauf der Veranstaltung finden Interessierte hier.

Hier können Sie die erste emsländische CO2-Bilanz einsehen, die Dipl.-Ing. Reiner Tippkötter (infas enermetic) im Rahmen der Klimakonferenz erstmalig vorgestellt hat:
 
 
Hier finden Sie die Impulsreferate, die den Einstieg in die vier Fachforen der Klimakonferenz bildeten:

Forum 1: "Klimaschutz in kommunaler Verantwortung" – ein Überblick über kommunale Klimaschutzaktivitäten in Niedersachsen, Dr. Joachim Schwind, Mitglied der Regierungskommission Klimaschutz, Niedersächsischer Landkreistag, Hannover

Hier finden Sie das entsprechende Video zum Vortrag aus Forum 1!



Forum 2: "Die klimafreundliche Arbeitswelt – Vision oder Illusion?" – wie ein energieeffizientes Unternehmen Kosten spart und mit Maßnahmen zum Klimaschutz Arbeitsplätze sichern kann, Karl Plagemann, SANRO GmbH, Emsbüren (kurze Bildpräsentation)

Hier finden Sie das entsprechende Video zum Vortrag aus Forum 2!



Forum 3: "Die Zukunft der erneuerbaren Energien im Emsland" – Wind-, Bio- und Sonnenenergie im Spannungsfeld zwischen Energieerzeugung, Flächenverbrauch und Landschaftsbild, Dipl.-Ing. Dirk Kopmeyer, Landkreis Emsland

Hier finden Sie das entsprechende Video zum Vortrag aus Forum 3!



Forum 4: "Klimaschutz fängt bei mir an" – wie der Einzelne seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann – vom geänderten Verbraucherverhalten bis zur Gebäudesanierung, Carl-Wilhelm Bodenstein-Dresler, Landesgeschäftsführer BUND Niedersachsen, Hannover

Hier finden Sie das entsprechende Video zum Vortrag aus Forum 4!



Die umfangreiche Videodokumentation der Veranstaltung finden Sie hier:
 
 
Die erste Präsentation der Schwerpunkte aus den einzelnen Foren durch die Moderatoren vor Ort können Sie sich hier anschauen: 
 
 


Daraus resultieren die Tätigkeitsfelder und Handlungsempfehlungen, die wir als konkrete Aufträge aus der Klimakonferenz mitnehmen und die wir im Rahmen der emsländischen Klimainitiative angehen werden:
 
1. Emsländische Klimakonferenz - Ergebnisse/Handlungsfelder