Das "Leuchtturmprojekt Emslandhaus"
Ein Projekt zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit in Sachen Energie-Effizienz und Verbraucherverhalten startete der Landkreis Emsland im Sommer 2007 mit der RWE Westfalen-Weser-Ems: das „Leuchtturmprojekt Emslandhaus“. Ausgewählte Einfamilienhäuser im Kreisgebiet wurden dazu einem „Energiespar-Check“ durch die RWE unterzogen.
Fünf Familien aus dem Emsland nehmen am „Leuchtturmprojekt Emslandhaus“ teil. In Lingen, Twist, Schapen, Geeste und Salzbergen stehen die typischen Einfamilienhäuser, bei denen durch die Energiesparmaßnahmen der Energieverbrauch deut-lich gesenkt werden soll. „Das ist nicht nur ein Mehrwert für die teilnehmenden Familien, sondern für die ganze Region“, betonte Landrat Bröring bei der Vorstellung des Projekts.
Alle teilnehmenden Familien erhielten eine kostenlose Bewertung des Energieverbrauchs ihres Hauses, die von einer Fachhochschule begleitet wird, sowie eine qualifizierte Beratung und Sanierungsempfehlung durch die RWE Westfalen-Weser-Ems. Im Rahmen der Beratung erhielten die Eigentümer für ihre Immobilie eine Thermografie, eine Luftdichtheitsprüfung und schließlich einen Energieausweis. RWE lieferte das nötige Wissen für die aufwändigen Analysen und half bei deren Finanzierung.
Der Energiespar-Check der Familienhäuser erfolgte in drei Schritten: Zuerst wurde bei den ausgewählten Haushalten eine „Nullmessung“ gestartet. Das „Emslandhaus-Team“ informierte die Familien gleichzeitig darüber, wie sie Energie einsparen könnten. Im Folgejahr wurde das Verbraucherverhalten analysiert, anschließend schlugen die Fachleute Maßnahmen am Haus vor, die zu einem effizienteren Energieeinsatz führen.
Eine der glücklichen Teilnehmerfamilien ist die Familie Nieweler aus Salzbergen. Um möglichst genaue Ergebnisse zu erhalten, baute die RWE Energiedienstleistung GmbH der Familie neue Messtechnik ein. Im Einzelnen handelte es sich hierbei um neue Strom-, Öl- und Wasserverbrauchszähler. Diese Geräte übermitteln die aufgenommenen Werte direkt an die RWE Energiedienstleistung GmbH nach Castrop-Rauxel. Dort werden die Messwerte analysiert. Die ersten Auswertungen haben ergeben, dass für die fünfköpfige Familie Nieweler übliche Verbrauchswerte gemessen wurden. Was allerdings nichts darüber aussagt, ob nicht noch weitere Einsparpotentiale möglich sind.
Besonders interessant ist für alle teilnehmenden Familien, dass sie jederzeit per Internet die Möglichkeit haben, ihre gemessenen Werte einzusehen. Anhand dieser Möglichkeit können sie erfahren, wann sie wie viel Energie verbraucht haben und entsprechend ihr Verhalten ändern.
Noch läuft das Projekt in vollem Gange, es ist auf drei Jahre angelegt und endet in 2010. Erst wenn alle Resultate vorliegen und auch der Erfolg der einzelnen Maßnahmen zur Energieeinsparung festgestellt ist, können die Ergebnisse des Projekts von anderen Hauseigentümern als Blaupause übernommen werden.








