Grüner Strom vom Landkreis

Bereits seit 2007 setzt sich der Landkreis Emsland intensiv damit auseinander, auf den kreiseigenen Gebäuden Photovoltaikanlagen zu installieren. Inzwischen sind fünf Anlagen im Einsatz, die eine Gesamtleistung von fast 100 kW ermöglichen. „Dieser Strom ist nicht nur ein Beitrag zum breiten Energiemix im Landkreis, sondern kommt letztlich allen Emsländern zugute, denn jeder Cent, den wir damit verdienen, landet in unserem Haushaltsbudget“, unterstreicht Landart Hermann Bröring den Stellenwert der Maßnahme.

Bei jedem Neubau und bei jeder Sanierung eines Kreisgebäudes wird die Eignung von Dachflächen zur Produktion der alternativen Sonnenenergie durch den Landkreis geprüft. Prüfkriterien sind neben der Ausrichtung auch der Zustand des Daches, seine Statik und die zu erwartende Wirtschaftlichkeit eventuell errichteter Solarmodule. Aktuell sind vier Kreisgebäude mit fünf Photovoltaikanlagen bestückt: die Berufsbildenden Schulen in Lingen, die Pestalozzischule Papenburg, die Paul-Moor-Schule Freren und die Gesamtschule Emsland in Lingen. Hinzu kommen vier weitere Schulen, die im Zuge entsprechender Sanierungsmaßnahmen derzeit auf eine Tauglichkeit zur Stormerzeugung durch Sonnenenergie untersucht werden.

„Wir setzen auf diese Form der alternativen Energieerzeugung. Dabei werden wir die Erfahrungen im Detail bewerten, die wir mit den vorhandenen Anlagen machen, und auf dieser Basis die Photovoltaik im Emsland kontinuierlich vorantreiben“, erklärt Landrat Hermann Bröring. Damit der wirtschaftliche Nutzen der Anlagen der Allgemeinheit zugute kommt, liegen die Errichtung und der Betrieb in der Hand des Landkreises.

„Da, wo die Stromerzeugung über Sonnenenergie für uns wirtschaftlich ist, kommt jeder erzielte Cent allen Bürgern des Landkreises zugute“, betont Bröring und ergänzt: „Trotzdem ist es nicht unser vorrangiges Ziel, mit der Photovoltaik Geld zu verdienen. Vielmehr wollen wir im Rahmen unserer Möglichkeiten ein Beispiel sein für andere und den breiten Energiemix im Emsland aus konventionellen und erneuerbaren Energien weiter fördern.“