Seniorenservicebüro Emsland

Veranstaltungsreihe "Leben und Alter"

Bis zum Sommer elf Veranstaltungen -  „Wir wollen ein Miteinander“

Meppen. Sie ist die „Neue“: Brigitte Rüschen leitet seit Januar 2009 das Seniorenservicebüro des Landkreises Emsland. Und um sich nach der offiziellen Einweihung des Büros gemeinsam mit der Niedersächsischen Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann Anfang des Jahres weiter bekannt zu machen und für das Seniorenservicebüro zu werben, sollen in den kommenden Monaten zahlreiche Veranstaltungen zu diesem Zweck stattfinden.

„Bis zum Sommer werde ich im Namen des Landkreises zu elf Veranstaltungen einladen, um kreisweit die Arbeit des Seniorenservicebüros vorzustellen“, sagt die 55-Jährige. Zum Thema „Barrierefreies Bauen und Wohnen“ sollen am 25. Mai in der Historisch-Ökologischen-Bildungsstätte (HÖB) Emsland in Papenburg, am 26. Mai im Meppener Kreishaus und am 27. Mai im Lingener Ludwig-Windthorst-Haus Veranstaltungen stattfinden. Zum „Freiwilligen Engagement von Senioren“ sind am 8. Juni ebenfalls im Lingener Ludwig-Windthorst-Haus, am 9. Juni im Papenburger Rathaus und am 10. Juni im Meppener Kreishaus Veranstaltungen geplant. Über das Thema „Alltagshilfen“ wird am 16. Juni in der HÖB in Papenburg, am 17. Juni im Lingener Ludwig-Windthorst-Haus und am 18. Juni im Meppener Kreishaus informiert. Alle Veranstaltungen beginnen um 18 Uhr. „Wir wollen in diesen Veranstaltungen allen Bürgerinnen und Bürgern diese seniorenrelevanten Themen nahe bringen; wir möchten aber auch in einen engen Abstimmungsprozess kommen, damit wir die Bedürfnisse und Wünsche der Senioren umfassend berücksichtigen können“, sagt Sozialdezernentin Henni Krabbe.
  
Seit 1981 lebt und arbeitet die neue Leiterin des Seniorenservicebüros Brigitte Rüschen im Landkreis Emsland. Zu den beruflichen Stationen der gebürtigen Iserlohnerin zählt unter anderen auch die Tätigkeit als Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Geeste. „Wichtig ist, dass das Seniorenservicebüro von den bereits im Landkreis bestehenden Initiativen und Einrichtungen als Unterstützung gesehen wird“, sagt Landrat Hermann Bröring. „Wir wollen helfen und keine Kompetenzen wegnehmen. Wir wollen ein Miteinander“, betont auch Rüschen.

Die drei wichtigsten Themen ihrer Aufgabe, der sie in enger Zusammenarbeit mit dem Ehrenamtsservice des Landkreises Emsland, der Beratungsagentur für Pflege und dem Demografiebeauftragten des Landkreises Emsland nachkommen wird, sind die Wohnraumberatung, die Alltagshilfen und das Freiwillige Jahr für Senioren. Gerade beim Wohnen sehe sie angesichts des demografischen Wandels zukünftig einen großen Bedarf, sagt die Leiterin des Seniorenservicebüros. „Es stellt sich doch für viele die Frage: Baue ich ein Haus, in dem ich seit 25 Jahren wohne, altersgerecht um oder verkaufe ich lieber?“, so Rüschen. Entscheidungshilfe soll hierbei zukünftig das ehrenamtlich arbeitende Netzwerk der Wohnraumberater geben können, das Rüschen im Auftrag des Landkreises aufbauen möchte. Zudem sollen in Veranstaltungen in Lingen (12. Mai) und Surwold (4. Mai), die in Zusammenarbeit mit den Geschäftsführern der Kreishandwerkerschaften organisiert werden, auch die Innungen über barrierefreies Bauen und Wohnen informiert werden. Ziel soll es sein, gemeinsam mit dem „Niedersachsenbüro – Neues Wohnen im Alter“ in Hannover Handwerkerschulungen durchzuführen, die jeden teilnehmenden Betrieb mit dem Gütesiegel „Qualifizierter Betrieb – Altersgerechtes Wohnen“ auszeichnet.

Auch das Freiwillige Jahr für Senioren, bei dem ein regelmäßiges ehrenamtliches Engagement beispielsweise in Schulen, Familienzentren, Seniorenheimen und im kulturellen Bereich vorgesehen ist, soll fest im Landkreis Emsland verankert werden. Der Bereich der Alltagshilfen, der als ein Netzwerk ehrenamtlicher, nachbarschaftlicher und professioneller Anbieter von Alltagshilfen aufgebaut werden soll, biete insbesondere bei der generationsübergreifenden Arbeit gute Ansatzpunkte, sagt Rüschen. Projekte wie „SchulEngel“ der Haupt- und Realschule Spelle und das von Schülern des Gymnasiums Marianum in Meppen erstellte Alltagshilfenregister könnten im wahrsten Wortsinn Schule machen und auch für andere Bildungseinrichtungen im Landkreis als Vorbild dienen. „Fälschlicherweise wird zunächst oft angenommen, das Seniorenservicebüro habe mit Pflege zu tun. Das trifft nicht zu, wie man sieht“, sagt Rüschen. „Mit der Arbeit des Büros sollen Senioren und ihre Bedürfnisse mehr in den Blickpunkt gerückt, dem demografischen Wandel besser begegnet und Senioren zur Aktivität angeregt werden“, betont Bröring.  

Kontakt:

Landkreis Emsland
Seniorenservicebüro Emsland
Brigitte Rüschen
Ordeniederung 1
49716 Meppen
Tel.: 05931 44-1105
Fax: 05931 44-391105
E-Mail: brigitte.rueschen@emsland.de

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