Grabhügel

Der Übergang von der mittleren zur jüngeren Bronzezeit bedeutet einen grundlegenden Wandel in der Bestattungssitte. Innerhalb kürzester Zeit wurde die Sitte der Beisetzung unverbrannter Verstorbener zur Gunsten der geübten Sitte der Verbrennung auf Scheiterhaufen und Beisetzung der verbrannten Knochen in Urnen aufgegeben.

Die Urnen wurden auf regelrechten ''Urnenfeldern'', also ausgedehnten Gräberfeldern beigesetzt. Über den Grabstellen warf man flache Hügel von geringem Umfang auf.

Der Aufbau eines solchen Grabhügels erforderte eine nicht unerhebliche Arbeitsleistung der damaligen Menschen. Um einen Grabhügel von ca. 20 m Durchmesser und 2 m Höhe aufzuwerfen, brauchte man rund 320 Kubikmeter Erdreich. Eine große Menge, die erst einmal mühsam aus einiger Entfernung herangeschafft werden musste. Allein dafür arbeiteten - wie man berechnet hat - fünf Männer 20 Tage lang. Um sich diese Arbeit zu erleichtern, benutzten die Menschen ab und zu auch schon vorhandene Grabhügel, die sie nach einer neuerlichen Bestattung einfach nur vergrößerten oder überhöhten.