Großsteingräber-Route
Die ältesten und zugleich eindrucksvollsten archäologischen Denkmale des Emslandes sind die vor ca. 5000 Jahren gebauten Großsteingräber, im Volksmund auch als "Hünengräber" bezeichnet. Denn jahrhundertelang hatte man sich nur vorstellen können, dass es Riesen gewesen sein müssten, die diese tonnenschweren Steine bewegen konnten. Sagen und Märchen ranken sich um diese Vorstellungswelt.Aber auch die Gelehrten gelangten zu der Überzeugung, "dass diese Steindenkmale nicht von Menschen unserer Gestalt und auch nicht von Einheimischen errichtet wurden ... Sie sind alle zusammen Begräbnisplätze von grausamen und barbarischen Riesen, Hünen oder Giganten".
Tatsächlich aber waren die ersten sesshaften Ackerbauern und Viehzüchter die Erbauer dieser monumentalen Denkmale. Mit einfachsten Mitteln und lediglich Grundkenntnissen der Mechanik schufen sie aus tonnenschweren Findlingen diese noch heute beeindruckenden, gewaltigen Steinmonumente.
Im Emsland sind die meisten erhalten gebliebenen Großsteingräber nach einem einheitlichen "Bauplan" als sogenannte "Emsländische Kammer" errichtet worden. Die überlange Grabkammer mit bis zu 17 aneinandergereihten einzelnen Bauelementen (Jochen) aus zwei Wand- und einem aufliegenden Deckstein, ihre Ausrichtung in West-Ost-Richtung, die Ausbildung eines Zugangs in der Mitte der südlichen Längswand und die Umfassung des Grabhügelfußes mit einem eng gezogenen Steinkranz sind die unverwechselbaren Kennzeichen einer "Emsländischen Kammer".
Weitere Informationen zu den Großsteingräbern im Emsland erhalten Sie in einem Faltblatt, das Sie bei der Emsland-Touristik GmbH unter
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