Freren

Katholische Pfarrkirche St. Georg, Thuine

Die Kirche besteht aus drei Langhausjochen und Fünf-Achtel-Chorschluss mit nördlich angebauter Sakristei. Sie wurde Anfang des 16. Jahrhunderts aus Sandsteinquadern errichtet.

Wesentlich älter als das gotische Schiff und Chor ist der von einem romanischen Vorgängerbau übernommene Westturm, der um 1200 massiv aus Bruchstein und Findlingen errichtet wurde.

1851 erhielt der romanische Turm anstelle eines älteren Helmes eine neue, auf ein Drempelgeschoss gesetzte Haube mit Laterne.

Wohl aus dem Vorgängerbau der spätgotischen Kirche stammt die Sandsteintaufe des Bentheimer Typus. Im Chor befinden sich zwei um 1752 von der Münsteraner Königwerkstatt gearbeitete Figuren der Apostelfürsten Petrus und Paulus. Sie sind als Fragmente des verschollenen Hochaltars in der Kirche verblieben.

Im Chor wurden Fragmente figürlicher Fresken aufgedeckt, die auf die Darstellung des Apostelzyklus schließen lassen.

Die St.-Georg-Kirche ist eine ''Simultankirche'' und wird überwiegend von der kath. Pfarrgemeinde sowie gelegentlich von der evangelischen Kirchengemeinde Freren-Thuine genutzt.

 

Reformierte Kirche St. Vitus und Andreas Freren

Die aus drei Jochen, Fünf-Achtel-Chor und quadratischem Westturm bestehende Kirche setzt sich aus einem romanischen Kernbau und gotischen Erweiterungen zusammen.

In dem um 1200 aus behauenen Findlingen errichteten unteren Teil des Turmes und in den bald danach erbauten Langhausjochen ist die Kirche des 13. Jahrhunderts erhalten geblieben. Das östliche Joch diente danach als Chor mit geradem Ostabschluss, die beiden westlichen Jochen sind durch die spätromanische Wölbung gekennzeichnet. Die Seitenportale der spätromanischen Kirche bestehen ebenfalls noch, das nördliche ist jedoch zugemauert.

Die gotischen Erweiterungen betrafen den Turm und den Ostabschluss der Kirche. Um 1350 wurde der Turm um ein drittes Geschoss erhöht und erhielt wohl seine oktogonale Spitze. Im ausgehenden 15. Jahrhundert wurde die Kirche im Osten um einen spätgotischen Fünf-Achtel-Chor erweitert, wobei die alte Ostwand völlig niedergelegt wurde.

Die spätgotische Bautätigkeit erstreckt sich auch auf den romanischen Kernbau. Der ältere Chor - nun das dritte Langhausjoch - erhielt gleichfalls ein Sterngewölbe.