Geeste

Katholische Pfarrkirche St. Nikolaus, Groß Hesepe

Diese historische Pfarrkirche dient heute als Vorhalle eines großen von J. Kamps 1938 südlich angefügten Neubaus. Sie stammt aus zwei Bauperioden: Von einem spätromanischen Bau blieben die zwei Langhausjoche des Saalbaus erhalten. Daran schließt im Osten ein um 1500 errichteter Chorschluss mit Vorjoch an. Untypisch ist jedoch, dass der Chor vom Schiff her gesehen nach außen verspringt. Der Westturm aus Feldsteinen wurde möglicherweise noch im Zusammenhang mit diesem Chorprojekt 1517 gebaut.

Die signifikante spätgotische Maßnahme war die Neueinwölbung, die raumstrebend wirken sollte. Die reiche, zeitgenössische Freskomalerei im östlichen Langhausgewölbe deutet auf die Entstehungszeit um 1500 hin. Im Zuge der spätgotischen Erweiterung und Umgestaltung der Kirche wurde der Chor errichtet, der später durch eine Plafonddecke seine originale Raumwirkung einbüßte.

Im Turm der Kirche befindet sich eine farbig gefasste Sandsteinfigur des Hl. Nikolaus von Johannes Kroes aus Münster (um 1600). Die für das Emsland singuläre Baumkanzel ist von J. Schagemann aus Meppen 1805/08 der Kanzel der St. Ägidienkirche zu Münster (J. C. Schlaum) nachempfunden.

 

Emsland Moormuseum, Geeste

Das Emsland Moormuseum Geeste ist dadurch einzigartig, dass es neben den Museumsgebäuden eine ca. 20 ha große Hochmoorfläche und einen Maschinenpark im Freiland vorhalten kann.

Im Gegensatz zur Moorerschließung in den Niederlanden, die durch Handarbeit vergangener Jahrhunderte geprägt worden ist, vollzog sich die Torfgewinnung und die Kultivierung der abgetorften Moore im Emsland nach dem Zweiten Weltkrieg mit Hilfe der Technik. Das Moormuseum dokumentiert in seiner Ausstellung den Weg von der Moorkolonisation bis zur heutigen industriellen Abtorfung und inzwischen abgeschlossenen Neusiedlung.

Das Außengelände des Moormuseums ist durch Wanderwege mit einem Lehrpfad erschlossen und vermittelt noch ein Bild der ursprünglichen Naturlandschaft. In dem Maschinenpark werden die zur Abtorfung und Kultivierung eingesetzten Großmaschinen gezeigt. Besonderer Anziehungspunkt ist der in Arbeitsstellung aufgebaute, über 30 Tonnen schwere Dampfpflug der Firma Ottomeyer, der größte Pflug der Welt, der über zwei Jahrzehnte lang für Kultivierungsarbeiten in den emsländischen Mooren eingesetzt wurde.

Weitere Informationen unter www.moormuseum.de.

 

Speicherbecken Geeste, Geeste

Das Speicherbecken Geeste wurde notwendig durch den Bau des Kernkraftwerkes in Lingen. Wärmekraftwerke benötigen ständig große Kühlwassermengen, um den nicht mehr nutzbaren Dampf hinter der Turbine zu kondensieren. Da der Ems diese Menge bei Niedrigwasserzeiten nicht entnommen werden darf, wurde 12 km nördlich des Kraftwerkes das Speicherbecken angelegt. Es war erklärtes Ziel der Planer, das technisch Notwendige im Einklang mit der Natur zu schaffen. Für Eingriffe in den Naturhaushalt sollte daher von vornherein ein ökologischer Ausgleich hergestellt werden. Eines der wesentlichen Elemente der ökologischen Ersatzmaßnahmen ist das 50 ha große Feuchtbiotop. Gleichzeitig ist das Speicherbecken ein Naherholungsgebiet mit zahlreichen Freizeitmöglichkeiten. Alle Wege rund um den See wurden als Rad- und Fußwege angelegt. In der Badebucht schaffen der Strand und die Liegewiese ein Urlaubsambiente. Die Dammkrone bietet zudem ideale Windverhältnisse für Drachenflieger, Segler und Surfer.

Nach dem Bau einer ''Halfpipe'' hat die immer größer werdende Zahl von Inlineskatern eine attraktive Übungsstrecke. Begeisterte des Inlineskatings, die lieber auf Akrobatik verzichten, können Skates stundenweise entleihen und am Ufer des Sees entlanggleiten.

Weitere Informationen unter www.geeste.de.