Haren (Ems)

Schloss Dankern, Haren (Ems)

Kernstück des 200 Hektar großen Areals sind das historische Wasserschloss Dankern und der Dankern-See. Ab Ende der 1970er Jahre entstand hier ein vielfältiges Erlebnis- und Urlaubsangebot aus über 120 Spiel-, Freizeit- und Sportmöglichkeiten. Ferienhäuser in verschiedenen Typen bieten den Gästen des Ferienzentrums einen familien- und kinderfreundlichen, erholsamen Aufenthalt.

Doch wie der Name schon verrät: Das Gelände lädt nicht nur zu Spiel und Spaß ein, in seinem Mittelpunkt befindet sich mit dem barocken Wasserschloss Dankern außerdem ein beeindruckendes historisches Baudenkmal.

In mehr als zehnjähriger Bauzeit zwischen 1677 und 1689 entstanden, ist der Herrensitz seit fast 170 Jahren im Besitz der Freiherren von Landsberg-Velen. Nach seiner Errichtung diente Schloss Dankern bis 1729 auch als Amtssitz zweier Rentmeister und galt damit als Verwaltungsmittelpunkt im alten Amt Meppen. Durch Umbauten am Ende des 19. Jahrhunderts wurde das barocke Erscheinungsbild des Wasserschlosses stark verändert, indem unverputztes rotes Ziegelmauerwerk als Obergeschoss aufgesetzt wurde.

Von besonderer künstlerischer Architektur ist das Triumphportal hinter der Gräftenbrücke, das ein im Emsland einmaliges Zeugnis hochbarocker Bildhauerkunst darstellt. Im Innern hingegen weiß vor allem der 1689 fertiggestellte Festsaal mit seiner reich geschnitzten Kassettendecke und einem Kamin auf vier ornamentierten Spiralsäulen zu beeindrucken.

Ungeklärt ist übrigens bis heute, wer die ausführenden Architekten und Künstler beim Bau des Herrensitzes waren.

Weitere Informationen unter www.schloss-dankern.de.

 

Kath. Pfarrkirche St. Clemens, Wesuwe

Der laut einer am Westturm befindlichen Inschrift 1510 vollendete spätgotische Neubau war eine Saalkirche mit drei kreuzgewölbten Jochen und einem Fünf-Achtel-Chorschluss. Der westliche Abschnitt zeigt Feldsteinmauerwerk, das noch heute am Turm mit Eckquaderung versehen ist.

Der Osnabrücker Architekt Franz Xaver Lütz erweiterte 1892/93 unter Beibehaltung der zwei Landhausjoche und des Westturms den Bau um einen großzügigen neogotischen Chorabschluss. Der alte Chor wurde niedergelegt.

Von der alten Ausstattung sind das im 13. Jahrhundert aus Bentheimer Sandstein gefertigte, aufwendige Taufbecken zu nennen, dessen mit stilisierter vegetabiler Ornamentik versehene Kuppa auf Löwenfüßen als Zeichen der Überwindung der heidnischen Dämonie ruht, und ein aus demselben Jahrhundert stammendes Weihwasserbecken.

 

Gut Düneburg, Haren (Ems)

Im Herzen eines parkähnlichen Golfplatzgeländes befindet sich westlich der Straße von Haren nach Wesuwe das Anwesen Gut Düneburg. Der aus verschiedenen Gebäuden bestehende, mehrheitlich aus dem 19. Jahrhundert stammende Komplex wird von einer heute teilweise noch erhaltenen Gräftenanlage umschlossen. Im Hausarchiv bewahrte Gesamtpläne zeigen nach dem klassischen Muster westfälischer Wasserburgen eine dreiflügelige Kernburg mit zweigeschossigem Herrenhaus und niedrigeren Seitentrakten sowie eine Vorburg mit Wirtschaftsgebäuden, beide von Gräften umschlossen.

Gut Düneburg besaß adelige Rechte, aber keine Landtagsfähigkeit. Im Jahr 1836 ging das Anwesen in den Besitz von Franz Albert Reinking über, deren Nachkommen noch heute hier ansässig sind.

Weitere Informationen unter www.gut-dueneburg.de.

 

Katholische Pfarrkirche St. Martinus, Haren (Ems)

Der neobarocke Monumentalbau von 1908/11 steht auf dem Terrain und den Fundamenten des Vorgängerbaus aus dem 13. Jahrhundert und integriert den Westturm der Kirche von 1853/54, die der klassizistisch orientierte herzoglich-arenbergische Baumeister Josef Niehaus aus Haselünne entwarf. Unwahrscheinlich ist, dass der Vorgängerbau des Übergangsstils bis zum Niehaus-Projekt erhalten blieb. Die Niehaus-Kirche wurde aufgrund finanzieller Schwierigkeiten der Gemeinde Opfer von Sparmaßnahmen und wurde daher auf notwendige Elemente beschränkt.

Schon ab 1901 legte der Architekt J. F. Klomp aus Hannover Entwürfe vor, die 1903 zu dem Plan einer monumentalen neoromanischen Basilika reiften. Aber auch dieses Projekt scheiterte an Finanzierungsschwierigkeiten. Dann entwarf der Architekt W. Sunder-Plaßmann 1908/11 unter Berücksichtigung der verwendbaren überkommenen Bausubstanz einen neobarocken Longitudinalbau mit einer monumental dimensionierten überkuppelten Vierung. An das römische Vorbild von Neu St. Peter erinnert die Schirmkuppel mit zweifach gestufter Laternenbekrönung und vier Zwickelkuppeln zur Stützung des Tambours. Dieses ist allerdings unbeabsichtigt, da die Zwickelkuppeln nachträglich – ursprünglich war eine direkte Verbindung mit der Vierung vorgesehen – Fehler in der Statik der Eisenkonstruktion der Hauptkuppel korrigieren mussten.

Der Innenraum ist durch die strenge Geometrie und Parataxe der Pfeilvorlagen, Gurte, Tonnen und in sie einschneidende Segel geprägt. Die Architektur wird von zurückhaltenden linearen Stukkaturen unterstrichen. Die Chorperspektive wird von dem Altario, das aus einem neobarocken konkav projizierten Ziboreinaltar und zwei schlichten Portalaltären mit Attikaauszug besteht, bestimmt. Diese zeitgenössische Innenausstattung wurde von Professor Becker aus Mainz entworfen.

Das romanische Taufbecken des Bentheimer Typs auf Löwenfüßen aus dem 13. Jahrhundert ist als historisches Inventarstück benannt.

 

Haus Landegge, Haren (Ems)

Nördlich von Haren (Ems) an der Straße nach Oberlangen liegt an geschichts-trächtigem Ort in den niederen Flussauen der vorbeiziehenden Ems das barocke Haus Landegge. Eine Allee führt seitlich der großen Gutsscheunen in den rechteckigen Innenhof der dreiflügeligen, eingeschossigen Anlage.

Die hinter dem Haus außerhalb der Gräfte zu vermutende ursprüngliche, noch 1798 unter den Liegenschaften erwähnte Gartenanlage ist inzwischen in einen Mischwald übergegangen.

Die von der Renaissance bis zum Hochbarock an den westlichen Wasserburgen ausgebildete Gliederung ist eine gräftenumschlossene Kernburg, und eine von den Wirtschaftsgebäuden umstandene Vorburg ist im Geländezuschnitt von Haus Landegge gut zu erkennen.

Haus Landegge war mit vielen Rechten ausgestattet: Landtagsfähigkeit, hohe und niedere Jagdrechte für das ganze Emsland, Fischereirechte und vieles mehr.

Heute besteht die Möglichkeit Ferien auf dem liebevoll restaurierten Gut Haus Landegge zu machen. Weitere Informationen zu den Urlaubsmöglichkeiten auf dem Gut bekommen Sie hier: www.haus-landegge.de.