Twist

Heimathaus Twist

Das Heimat- und Handwerkerhaus ist ein disloziertes Fachwerkhaus aus Hebelermeer und wurde Ende der 80er Jahre in Twist-Mitte wieder errichtet.

In den Jahren seit der Eröffnung wurde das Heimathaus zu einem Veranstaltungsort auch für international bekannte Künstler.

Da aufgrund der stark besuchten Veranstaltungen eine Vergrößerung des Veranstaltungsraumes notwendig wurde, renovierte und erweiterte man das Heimathaus im Jahre 1999.

Auch Spinnstuben, die plattdeutsche Sprache und alte Handwerke haben in der Anlage des Heimathauses Twist ihren Platz.

Einen Schwerpunkt hat der Heimatverein Twist in den Aufbau des Erdölmuseums gesetzt. Anschaulich ist es den Verantwortlichen gelungen, die Förderung von Erdöl und Erdgas in dieser Region anhand vieler Exponate und Beschreibungen im Kellergeschoss des Heimathauses darzustellen. Zusätzliche Exponate befinden sich auf dem Außengelände. Das Erdölmuseum ist sonntags von 14:30 Uhr bis 17:30 Uhr und nach Vereinbarung geöffnet.

Weitere Informationen unter www.gemeinde-twist.de.

 

Katholische Pfarrkirche St. Franziskus v. Assisi in Schöninghsdorf

Die Kirche der jungen Moorsiedlung wurde 1929 von dem Architekten Theo Burlage aus Osnabrück erbaut.

In seinem Entwurf hielt er sich an den Expressionismus, ein Architekturstil, der sich im europäischen Raum im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts entfaltete. Burlage konzipierte Kuben, die durch Elemente (Dach, Abschrägung der Strebepfeiler) organisch zur Plastik modifiziert wurden.

Der schlichte Saalbau mit eingezogenen Wandpfeilern trägt eine Decke, die das Rautensystem Bruno Tauts durch ein Stabwerk in den Innenraum projiziert.

Eine Sehenswürdigkeit ist das Kruzifix W. D. Steins, Rotenburg/Fulda , das den Chor in der konischen Triumphbogeneinziehung beherrscht.

 

Ev.-ref. Kirche Neuringe

Für die ev.-ref. Kirche in Neuringe wurde, wie auch in vielen anderen Gemeinden, eine alte gebrauchte Orgel gekauft, da nach dem Kirchenbau die Finanzen der Gemeinde erschöpft waren.

Hier wurde 1904 die alte Orgel aus der nahegelegenen Kirche in Emlichheim, die Pfeifenwerke aus dem 17., 18. und 19. Jahrhundert erhält, aufgestellt. In manchen Fällen waren - wie auch hier - die gebrauchten Werke wertvoller als ein Orgelneubau der Zeit.

 

Ev.-ref. Kirche Schöninghsdorf

Die aus dem Jahr 1907 stammende ev.-ref. Kirche am Nord-Süd-Kanal ist vermutlich die älteste Moorkirche im Grenzraum und diente früher niederländischen und deutschen Torfarbeitern als Gebetsstätte.

Im Zuge einer umfangreichen Renovierung Ende der 80iger Jahre wurden Reste der originalen Jugendstilbemalung freigelegt, die im Laufe der letzten Jahrzehnte unter dicken Farb- und Putzschichten verschwunden waren. Die schwarzen Jugendstil-Ornamente an der Empore sowie an den Seitenwänden wurden 1989 restauriert, da von den Restauratoren ausreichend Spuren für eine Wiederherstellung gefunden worden waren. An der Chornische konnten jedoch lediglich Bruchteile eines Mosaiks aus Goldbronze gefunden werden. Nachdem jedoch alte Fotos der Kirche aufgetaucht waren, konnte auch dieses Mosaik 1992 wiederhergestellt werden.