Werlte

Großsteingrab "De hoogen Steener", Werlte

Das Großsteingrab in Werlte gehört mit einer Länge von über 27 m zu den größten Steingräbern im "nordischen Kreis". Es besteht aus 14 einzelnen Jochen, die aus besonders wuchtigen, schweren Findlingen erbaut sind.

Die so gebildete Kammer lag ursprünglich in einem ovalen Erdhügel, der von einem Steinkranz umgeben war. Hiervon haben sich allerdings nur noch wenige Reste erhalten.

Bei Grabungen gegen Ende des letzten Jahrhunderts wurden ca. 150 Scherben innerhalb des Ganggrabes gefunden, die mindestens zu 20 Gefäßen gehören, sowie mehrere Feuersteingeräte. Die Gefäße werden der Trichterbecherkultur zugeschrieben, die in die Zeit von 3.500 bis 2.000 v. Chr. datiert wird.

 

Kath. Pfarrkirche St. Sixtus, Werlte

An der Stelle einer mittelalterlichen Findlingskirche entstand 1829-1832 die heutige Werlte Pfarrkirche nach Plänen des herzoglich-arenbergischen Bauinspektors Josef Niehaus aus Haselünne. Der monumentale Ziegelbau ist der erste und größte der von Niehaus meist im klassizistischen Stil errichteten Kirchen.

1864-1869 wurde St. Sixtus von dem Neogotiker aus Sögel, Hohann Bernhard Hensen, in Bezug auf die Turmbekrönung und den Ostgiebel umgebaut. Renovierungspläne von Niehaus, die überliefert sind, wurden 1861 wegen finanzieller Schwierigkeiten nicht berücksichtigt. Hensens preisgünstige Vorschläge umfassten zusätzlich die Renovierung des Innenraumes.

Als historisches Inventar sind ein Taufstein des Bentheimer Typus mit schlichter Akatur um 1200 und ein Kruzifix aus der Jöllemann-Werkstatt des 18. Jahrhunderts zu nennen.

 

Naturschutzgebiet Theikenmeer, Werlte

Das Naturschutzgebiet Theikenmeer hat eine Größe von 250 ha und befindet sich zwischen den Samtgemeinden Werlte und Sögel. 1991 wurde das Naturschutzgebiet um weitere 40 ha wertvolles extensiv genutztes Hochmoorgrünland als Lebensraum für wildwachsende Pflanzen und wildlebende Tiere der Hochmoorrandbereiche erweitert.
Das Hochmoorgrünland ist außerdem von großer Bedeutung für Wiesenvogelarten.
Das noch 1970 todgeglaubte Vogelreservat Theikenmeer ist heute wieder eines der bedeutensten Naturschutzgebiete Nordwestdeutschlands. Aufgrund seiner in mehreren Untersuchungen belegten weithin beispiellosen Artenvielfalt und seiner als modellhaft empfundenen Renaturierung findet es seit vielen Jahren internationale Beachtung.

Zu den Bewohnern des Theikenmeers gehören seltene und gefährdete Vogelarten und Reptilien; auch vom Aussterben bedrohte Insekten und Pflanzen sind am Theikenmeer aufzufinden.
Für Besucher wurden Informationstafeln am Theikenmeer aufgestellt, auf denen der geschichtliche Wandel und Flora bzw. Fauna des Naturschutzgebietes dargestellt werden.

Weitere Informationen unter www.werlte.de.

 

Krulls Hus, Lorup

Dieses Haus ist ein typisches Beispiel für die Doppelgiebelbauweise im Emsland.
Nachdem der Hofbetrieb aufgegeben wurde, erwarb die Gemeinde die Hofstelle und baute sie zu einer Begegnungsstätte und einem Heimathaus um.
Durch diesen Umbau wurde das Innere des Bauernhofes weitgehend zerstört. Von außen wurde der Originalzustand aber so weit wie möglich bewahrt.
Der überdachte Brunnen, der mundartlich auch ''Pütte'' genannt wird und der Hauswasserversorgung diente, ist besonders interessant.